In abgeschiedenen Dörfern und pulsierenden Metropolen wie Vilnius und Odessa stößt Karl-Markus Gauß auf versprengte Deutsche, auf Gemeinschaften, die eine eigentümliche Lebenskultur bewahrt haben. Schon längst taugen sie nicht mehr für das einst gängige großdeutsche Pathos – und doch erlebt Gauß unter ihnen Wundersames, Trauriges und Unerwartetes.
Von der Ostsee bis ans Schwarze Meer ist Karl-Markus Gauß gereist auf seiner Suche nach den versprengten Deutschen. Er findet sie in abgeschiedenen Dörfern von urtümlicher Schönheit, in pulsierenden Metropolen wie Vilnius und Odessa.
Er stößt auf Gemeinschaften, die über die Jahrhunderte ihre eigentümliche Lebenskultur bewahrt haben, herausgefordert und bedroht durch Faschismus, Stalinismus und die europäische Wende. Schon längst taugen sie nicht mehr für das einst gängige großdeutsche Pathos – und doch erlebt Karl-Markus Gauß unter ihnen Wundersames, Trauriges und Unerwartetes. Er erzählt uns Geschichten voller Melancholie und Aberwitz, von zähem Beharren und beeindruckender Anpassungskraft.
Karl-Markus Gauß
Karl-Markus Gauß (*1954 in Salzburg) ist Autor und Journalist. Er studierte Germanistik und Geschichte und veröffentlicht Essays, Reportagen, Journale, kritische Kommentare und Reiseberichte. Über dreißig Jahre war er Herausgeber der Zeitschrift Literatur und Kritik. Für sein Werk wurde er u. a. mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur, dem Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik und dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Karl-Markus Gauß lebt in Salzburg.
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»Gauß erzählt die Geschichte der ›versprengten Deutschen‹ auf seine Weise, mit Empathie und Ironie: Das letzte Kapitel einer mit Schrecken zu Ende gegangenen Kolonialgeschichte ist eine Sammlung höchst widersprüchlicher, tragischer wie skurriler Geschichten, die von Krieg, Deportation und Vertreibung handeln, von Zwangsassimilation und Entwurzelung.«
Katharina Döbler ()
»Seine Bücher sind auch Warnrufe: Vielfalt und Toleranz in der Gegenwart kann nur praktizieren, wer mit dem Erbe der Vergangenheit sorgsam umgeht.«
Sabine Berking ()
»Karl-Markus Gauß ist ein virtuoser Spurensucher.«
Richard Wagner ()
»Die vielen Gespräche und Begegnungen des Verfassers mit seinen Protagonisten sind beeindruckend. Die Biografien aus dem litauischen Memelland, der ostslowakischen Zips wie aus den deutschen Kolonien rund um Odessa sind dabei ebenso repräsentativ wie individuell. Die Tragödie der drei kleinen mittel- und osteuropäischen Nationen erzählt Gauß gewohnt einfühlsam.«
Thomas Medicus ()
»Gauß zeigt sich in seiner Reportage über weite Strecken einmal mehr als scharfer Beobachter gegenwärtiger Verhältnisse in abgeschiedenen Regionen – von denen der Leser einen geradezu sinnlichen Eindruck gewinnt.«
Krischan Schroth ()