Zam ist Journalist bei einer der wenigen freien zeitungen. Er liebt die Wahrheit, den Whisky und Bébète. Doch Zam hat eine Pechsträhne. In seiner Wohnung liegt eine Leiche, seine Geliebte wird entführt. Was ist los in diesem afrikanischen Land? Ganz einfach, Wahlkampf. Unter der sengenden tropischen Sonne ist nichts und niemand unschuldig.
Sonne Liebe Tod spielt in einem nicht näher benannten afrikanischen Land, das sehr an Kamerun erinnert. Zamawé, genannt Zam, ist ein engagierter Journalist, gegen den sich das Schicksal wendet, ohne dass er recht begreift, weshalb. Eine Leiche wird in seiner Wohnung gefunden, seine junge Geliebte wird entführt, die französische Geheimpolizei und Todesschwadronen streifen umher, und er selbst entrinnt nur mit größter Mühe einer ganzen Serie von Hinterhalten und Fallen. Zusammen mit seinem besten Freund Eddie stürzt sich Zam in die Untersuchung. Auf die Polizei kann man nicht zählen – und die Fakten, auf die er stößt, lassen Böses ahnen. Die Wahlen stehen kurz bevor. Unter der sengenden tropischen Sonne ist rein gar nichts und niemand unschuldig.
Mongo Beti
Mongo Beti, geboren 1932 in Kamerun, war Professor für Literatur in Rouen. In seinem Heimatland hatte er als Romancier unter Pseudonym debütiert und musste aus politischen Gründen nach Frankreich fliehen. Nach 1992 lebte er wieder in Kamerun. Widerstand gegen den Neokolonialismus sowie kulturelle Selbstbestimmung waren die zentralen Anliegen seines umfangreichen literarischen und herausgeberischen Schaffens. Mongo Beti starb 2001 in Douala.
Afrika Jazz Kamerun Kriminalroman Musik Spannung Yaoundé
»Die Welt steht Kopf in Mongo Betis Roman.«
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»Der 68-jährige Kameruner schildert ein Afrika jenseits aller Klischees und erzählt seinen raffiniert gebauten Krimi mit Wut, Sarkasmus und einer Portion fast britischen Humors.«
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»Autor Beti ficht seit Jahrzehnten den Kampf für die Demokratie, geblieben ist ihm eine höchst eindringliche Literatur – für Aussenstehende vielleicht gerade aufgrund ihrer Mixtur von hintersinnigen Bildern und einer geradezu ’naiven’ Stilistik –, deren ausgeprägte Charakteren einen lachen und weinen lassen.«
Lars Albat ()
»Mongo Betis Roman ›Sonne Liebe Tod‹ ist nicht nur das letzte Werk eines themenreichen Œuvres, sondern er wird von Beti-SpezialistInnen als sein bester Roman eingestuft.«
John E. Koko ()
»Ein schwelgerisches Buch, bunt mäandernd zieht es uns in seinen Bann.«
Bettina Schmidt ()
»Betis exaltierter Sprachduktus ist ungewöhnlich, seine Handlung schweift ab und franst aus, ist eher Panorama afrikanischen Lebens als stringent erzählter Plot.«
Sven Boedecker ()
»Manchmal harte Kost, ist Betis Roman dennoch ein Leseereignis. Dies liegt nicht nur an seinem ›lässig beschwingten Erzählrhythmus‹, den der figaro littéraire rühmte. Viel eher noch an der Art und Weise, wie seine Protagonisten in einem eigentlich hoffnungslosen Alltag Würde und Hoffnung bewahren.«
Christoph Seiler ()
»Beti hat einen Erzählrhythmus gefunden, der lässig und beschwingt ist wie Jazz.«
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»Mongo Beti hat seinen rebellischen Stoff genauso wenig mit Wasser verdünnt wie dies Zam mit seinem grausigen Whisky tut. Er hält sich an Molière und meint, dass das Lachen den Verstand besser in Bewegung bringt als die Wut.«
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»In einer Luxusvilla werden Giftfässer versteckt: Afrika als Abfallmulde für das reiche Europa. Mitwisser sind korrupte afrikanische Politiker, die sich schamlos bereichern. Ein böses Bild Afrikas, keine Leichte Kost, spannend erzählt mit einem satirischen Unterton.«
Irene Stark ()