Der letzte Arbeitstag ist vorbei, auf Tom Baldwin wartet die Freiheit des Ruhestands – und sehr viel Zeit. Die leeren Tage werden länger, die Gespräche mit seiner Gattin Edith kürzer und das alte Haus in London zusehends enger. Bis ein Ausflug ins grüne Weldental Tom und Edith den Mut schenkt, ihr Leben noch einmal neu zu erträumen.
Mister Baldwin wird nicht länger von Stunden und Minuten regiert. Nach vierzig Jahren in derselben Londoner Firma ist er nun ein freier Mann und sicher, dass der Ruhestand mehr bereithält als Erinnerungen. Seine Frau Edith freut sich auf seine Gesellschaft. Doch trotz aller guten Vorsätze türmen sich die leeren Tage schon bald vor ihnen auf. Wer ist man denn noch, ohne die Arbeit? Was erzählt man sich beim Abendessen, wenn man den ganzen Tag zusammen verbringt?
Ein Ausflug ins Weldental bringt neue Ideen: Hier, unter alten Ulmen, lockt ein modernes Haus mit großzügigen Fenstern, die weit in die Zukunft blicken. Vielleicht, wagen die Baldwins zu hoffen, wartet hier ein neues Leben?
Ein weiser Roman über die vermeintliche Ruhe am Lebensabend und den Mut, sich ins Unbekannte zu wagen.
R. C. Sherriff
R. C. (Robert Cedric) Sherriff, geboren 1896 in Surrey, war Schriftsteller, Drehbuchautor und Versicherungsbeamter. Er besuchte die Kingston Grammar School und arbeitete anschließend im väterlichen Versicherungsunternehmen. Er diente im Ersten Weltkrieg in der britischen Armee und besuchte danach das New College in Oxford. In seinen Werken verarbeitete er auch seine Erfahrungen an der Front. Seine Filmskripte wurden u. a. zweifach mit BAFTA-Preisen ausgezeichnet und waren für den Oscar nominiert. Sherriff starb 1975 in London.
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»Es tut einfach gut, in diesen verwirrend unfreundlichen Zeiten ein so leises, liebevolles und irgendwie sogar komisches Buch zu lesen. Ich bin ganz sicher, dass sehr viele Leser sich in Edith und Tom wiedererkennen, ob 1936 oder heute! Herrlich frisch von Rainer Moritz übersetzt.«
Elke Heidenreich ()
»R. C. Sherriff bringt etwas unglaublich Menschenfreundliches in seine Romane. Vor uns die Zeit ist eine sehr fein und genau beobachtete Geschichte, Sherriff ein Meister der Szene. Vor fast 100 Jahren erschienen, ist der Roman gar nicht gealtert, Sherriff beschreibt Zwischentöne und Menschen so, dass man denkt, sie könnten einem auch heute begegnen. Wenn ein Kollege, eine Kollegin Pension geht, sollte man diesen Roman verschenken.«
Manuela Reichart ()
»Wie geht eigentlich Ruhestand? Das muss Tom Baldwin, der Held von R. C. Sherriffs Glücksfall von wiederentdecktem Roman, erst noch lernen. Mit viel Liebe zu seinen Figuren beschreibt er das vertraute Miteinander der Eheleute Baldwin, ihre kleinen und größeren Sorgen und Nöte – und gönnt ihnen einen Neuanfang. Ein warmherziger Roman aus der Welt der kleinen Leute.«
Marius Müller ()
»Dieses Buch rührt ungemein und ist ein versöhnlicher Blick in eine Zukunft, die jedem von uns bevorsteht.«
Joachim Weihl ()
»R. C. Sherriff beschreibt detailreich, einfühlsam und humorvoll die Sorgen und Nöte der Protagonisten. Der Autor zeichnet einen vom Leben enttäuschten Mann, der wieder in Schwung gerät und glücklicher wird als je zuvor. Ein beschaulicher Roman, der die Idylle beschwört.«
Gabriele Oberhauser-Gutheil ()
»Unwiderstehlich und gemütlich: Vor uns die Zeit ist ein berührender, liebenswerter Roman, eine Ode an die Vororte und ein faszinierendes Stück Sozialgeschichte.«
Rachel Cooke ()
»Vor uns die Zeit von R. C. Sherriff ist ein Buch, das nicht überwältigt, sondern begleitet – ein stiller, aber nachhaltiger Begleiter, der seine Wirkung im Nachhall vollständig entfaltet.«
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»Als Mr Baldwin in den Ruhestand geht, beschließen er und seine Frau, in eine neue Siedlung zu ziehen – und dieser zarte Roman handelt von diesem Prozess. In den Händen nahezu jeden anderen Autors wäre dieser Stoff nichts – in Sherriffs Händen ist es ein Meisterwerk.«
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