Vor dem ersten Weltkrieg und in den zwanziger Jahren glich Indien einen bedeutenden Teil des britischen Handelsdefizits mit den Industrienationen aus. An der Empirewirtschaftskonferenz von Ottawa 1932 verfolgte die britische Regierung in ihren Verhandlungen mit Indien das Ziel, dieses während der Weltwirtschaftskrise zerstörte System zu rekonstruieren. Auf indischer Seite führte erstmals eine unabhängige Delegation die Gespräche; das indische Parlament ratifizierte den Vertrag. Die Untersuchung zeigt anhand umfangreicher Quellen aus britischen und indischen Archiven, dass der Schein trügt, und dass das Resultat keineswegs im Interesse der indischen Wirtschaftsentwicklung war.
Klaus Linow
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