Konkordanz soll durch die Zusammenarbeit politischer Eliten dauerhafte gesellschaftliche Interessen- und Identitätskonflikte überbrücken. Christian Bolliger untersucht anhand der eidgenössischen Volksabstimmungen von 1945 bis 2003 die historische Entwicklung der Konkordanz und bedeutsamer Konfliktlinien in der Schweiz. Dabei stützt er sich auf quantitative Analysen des Stimmverhaltens und auf Inhaltsanalysen der Kampagnen von 360 Abstimmungen. Fazit: Die Konkordanz hat eine teilweise Abwertung erfahren, was zur Verfestigung und Verstärkung einzelner gesellschaftlicher Gegensätze beigetragen hat. Das Buch wendet sich an Studierende, Forschende und Lehrende der Politologie und der Schweizer Geschichte sowie an Personen, die sich beruflich mit Politik befassen.
Christian Bolliger