Für Jane-Austen-Fans ist es überaus enttäuschend, daß die von ihnen so verehrte Autorin nach bereits siebzehneinhalbtausend Worten ihren Roman ›Die Watsons‹ aufgab. Er ist, wie Margaret Drabble es ausdrückt, ein »verlockendes, bezauberndes und überaus gekonntes Fragment, das mit Sicherheit ihren anderen sechs Romanen ebenbürtig gewesen wäre«. Joan Aiken greift die Austen-Geschichte auf und entwickelt sie weiter – der Meisterin durchaus ebenbürtig, aber doch auf ihre eigene typische Art. Die nach dem Tod ihrer Mutter von der Tante adoptierte Emma ist mit neunzehn zu dem kränkelnden Vater und ihrer Lieblingsschwester Elizabeth zurückgekehrt. Ihr fader Bruder Robert wohnt mit seiner habgierigen Frau in Croydon; die zänkische Schwester Penelope hat scheinbar eine gute Partie gemacht; ihr Bruder Sam bemüht sich um beruflichen Erfolg als Arzt, und Emmas Schwester Margaret glaubt, Tom Musgrave zu lieben. Mit großer Kunstfertigkeit gelingt es der Autorin, diesen Austen-Figuren ein eigenes Gesicht zu geben. Fans von Jane Austen – und auch solche von Joan Aiken – werden ihre Freude an dieser spannenden Unterhaltung haben. Wenn schon von der großen Meisterin selbst keine neuen Romane mehr zu erwarten sind, ist dies gewiß ein angemessener Ersatz.
Emma Watson (Heldin von Jane Austens gleichnamigem unvollendeten Roman) ist mit neunzehn zu dem kränkelnden Vater und ihrer Lieblingsschwester Elizabeth zurückgekehrt. Bruder Robert wohnt mit seiner habgierigen Frau in Croydon; die Schwester Penelope hat scheinbar eine gute Partie gemacht; ihr Bruder Sam bemüht sich um beruflichen Erfolg als Arzt, und Emmas Schwester Margaret glaubt, Tom Musgrave zu lieben.
Joan Aiken
Joan Aiken, Tochter des amerikanischen Lyrikers Conrad Aiken und seiner kanadischen Frau, wurde 1924 in Sussex geboren. Ihre ersten Gedichte und Schauergeschichten schrieb sie im Alter von fünf Jahren. Sie wurde Verfasserin zahlreicher historischer Romane, moderner Thriller und vieler Kinderbücher. Joan Aiken starb 2004 in Petworth, West Sussex.
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»Eine bewährte Geschichtenerzählerin.«
Süddeutscher Rundfunk (Süddeutscher Rundfunk)
»In ihren Büchern zeigt sich Joan Aiken als fabulierfreudige Erzählerin und feinfühlige Chronistin, entwickelt rasante Plots und läßt verwegenes Personal aufmarschieren: mürrische Hagestolze, skurrile Dandys, geschwätzige Tanten und verschmitzte Haushälterinnen.«
Angela Gatterburg / Der Spiegel (Der Spiegel)
»Joan Aiken ist eine Meisterin, wenn es darum geht, Charaktere lebendig werden zu lassen.«
Bettina Albrod / Kieler Nachrichten (Kieler Nachrichten)
»Joan Aiken präsentiert uns rabenschwarze, schaurigschöne Geschichten.«
Die Welt (Die Welt)
»Joan Aikens Phantasie ist unerschöpflich, ihre Bildersprache aufsehenerregend in ihrer Originalität.«
The Daily Telegraph (The Daily Telegraph)