Auf dem südkalifornischen Highway Richtung Sierra Nevada findet Privatdetektiv Lew Archer den angeschossenen Tony Aquista. Seine Machenschaften haben ihn das Leben gekostet. Als Archer Klarheit in die Sache zu bringen versucht, merkt er, dass Las Cruces die Art von Kleinstadt ist, in der jeder mit gezinkten Karten spielt. Und schon macht Archer die Aufklärung des Falls zu seiner Sache: "Es war Wut, die ich empfand, Wut auf die Hilflosigkeit der Toten und auf meine eigene Hilflosigkeit. Die Bussarde über uns zogen schwankend ihre Kreise, wie beschwipste Bestatter." Ein handlungsstarker früher Macdonald, in dem gleichzeitig bereits seine einzigartige Beschreibungskunst erblüht – in Neuübersetzung.
Auf dem Weg nach Sacramento findet Privatdetektiv Archer am Rand des Highways einen angeschossenen Anhalter, der kurz darauf tot zusammenbricht. Bis der Fall geklärt ist, hängt Archer in Las Cruces fest, wo jeder jeden kennt und niemand alles sagt, was er weiß. Alkohol und Drogenschmuggel, Gangs und Banküberfälle. Die Ereignisse überschlagen sich, und unter der Oberfläche schwelen alte Konflikte: In dieser Kleinstadt ist jeder ein Verdächtiger und jeder ein Opfer.
Ross Macdonald
Ross Macdonald (1915–1983) zählt zu den besten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. Er wird in Großbritannien und Amerika und nun auch bei uns wiederentdeckt. Seine Kriminalromane gelten als Spiegel der amerikanischen Gesellschaft. Ross Macdonald war Präsident der Mystery Writers of America. 1964 gewann er den Silver, 1965 den Gold Dagger Award.
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»Die intelligente Konstruktion, die Kunst der Charakterisierung und die verbale Treffsicherheit sorgen immer wieder dafür, daß man Ross Macdonald treu bleibt.«
Egbert Hoehl / Die Zeit (Die Zeit)