Nomen est omen. Lucette weiß, daß ihrer Tochter ein besonderes Schicksal vorbestimmt ist. Deshalb läßt sie sie auf den Namen Plectrude taufen. Dieser Name soll Garantie sein für ein intensives und abenteuerliches Leben. Und tatsächlich: Plectrude ist anders. Anders als ihre Geschwister, anders als die Klassenkameraden. Mit ihren großen Augen bezaubert oder erschreckt sie die Leute. Sie hat kein Talent, außer fürs Ballett. Darin ist sie hochbegabt. Ein Wunderkind! Als Kleinkind lebt Plectrude in einer märchenhaften Phantasiewelt. Doch schon bald wird sie von der Wirklichkeit eingeholt: In der Schule ist sie die totale Außenseiterin. Nur das Ballett bietet noch Raum für hochfliegende Träume – bis Plectrude die École des rats an der Pariser Oper besucht, wo auch die letzten Illusionen zerbrechen. Im Namen des Lexikons ist die rasant erzählte Geschichte eines Wunderkinds – eine Geschichte, die tragisch enden könnte, wäre da nicht die übersprühende Lebenslust und die Erkenntnis, noch mal von vorne anfangen zu können: als (fast) ganz normaler Mensch.
Name ist Schicksal. Davon ist Lucette überzeugt, als sie ein Kind erwartet. Diesem Kind soll ein aufregendes Leben vergönnt sein, deshalb entscheidet Lucette sich für die totale Extravaganz, für einen Namen, den sie in einem Lexikon des 19. Jahrhunderts gefunden hat: Sie nennt ihr Kind Plectrude.
Amélie Nothomb
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
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»Amélie Nothomb ist eine Meisterin darin, die dunklen Seiten des Menschen aufzuzeichnen, die Wunden, die wir einander zufügen.«
Kronen Zeitung (Kronen Zeitung)
»Amélie Nothomb ist Kult: Ihre Romane haben Millionenauflagen. In ihren Romanen geht es morbide und makaber zu, jedenfalls nicht moralisch und schon gar nicht brav.«
Martin Ebel / Tages-Anzeiger (Tages-Anzeiger)
»Diese kleinen, charmanten und auch bissigen Geschichten der französischen Autorin Amélie Nothomb sind immer wieder ein Lesefest.«
Rheinische Post (Rheinische Post)
»Nothomb ist eine Spielernatur, ihr Metier sind die Worte. Und sie beherrscht alle Tricks.«
Tina Schraml / Bücher (Bücher)