Die Näherin Stine und Graf Waldemar entdecken ihre gegenseitige Zuneigung. Anders als in ›Irrungen - Wirrungen‹ findet sich das ungleiche Paar hier nicht mit den ›Verhältnissen‹ ab: Waldemar will Stine heiraten. Sein Wunsch nach einem Andauern ihres Glücks bewirkt schlussendlich ein jähes Ende. Das Thema der unstandesgemäßen Liebe hat Fontane hier kritischer und radikaler als sonst behandelt.
Theodor Fontane
Theodor Fontane, wurde 1819 in Neuruppin als Sohn eines Apothekers geboren, dessen Beruf er 14 Jahre lang ebenfalls ausübte. Sein erster Gedichtband erschien 1851, ein Jahr später ging er als Korrespondent der ›Preußischen Zeitung‹ nach London, wo er, angeregt durch schottische Vorbilder, Balladen zu schreiben begann. Erst im Alter entstanden seine großen erzählerischen Werke wie ›Irrungen, Wirrungen‹, ›Effi Briest‹ und ›Der Stechlin‹. Sie machten ihn zu seiner Zeit zum einzigen im Ausland gelesenen deutschen Romancier. Fontane starb 1898 in Berlin.
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»Das große Stilerlebnis für mich war Fontane.«
Friedrich Dürrenmatt ()
»Dieser Autor hat Sicherheit, Kontur und Überlegenheit, er wird mit seinem Thema fertig, er ist innerhalb deutscher Romaninferiorität eine große Leuchte.«
Gottfried Benn ()
»Theodor Fontane gelang, was den großen ausländischen Meistern mit Paris, London und Petersburg gelungen war: Er schuf Berlin zum zweiten Male.«
Erich Kästner ()
»Zum ersten Mal erklingt aus dem Norden der süße Laut eines Erzählers, den die Sprache trägt, wie die Windungen eines angenehmen Flusses.«
Heimito von Doderer ()