›Unschuldige‹ ist ein packender Aufbruch – eine Reise in die Gänge und Katakomben der Spionage und der Geheimnisse des Herzens, blendend und entwaffnend. Für alle, die McEwan noch zu entdecken haben, ist ›Unschuldige‹ die allerbeste Einführung. Es war im Jahre 1955, und im Berlin der Nachkriegsjahre wimmelte es von schmutzigen Tricks und halbseidener Tücke. Der Osten beobachtete den Westen. Der Westen hörte den Osten ab und verbündete sich mit Gleichgesinnten in der ›Operation Gold‹, in deren unterirdischen Gängen aber sehr bald vor allem das Misstrauen vorankam. In jenem eiskalten Winter vergrub sich Leonard Marnham, Techniker des British Post Office, immer tiefer und auswegloser in fremde, gefährliche Welten. Es lockten ihn die Hinterhalte der elektronischen Überwachung des Geheimdienstes. Und gleichzeitig wurde er in die verborgenen Winkel und Windungen menschlicher Beziehungen eingeweiht, von der jungen und hübschen Maria. Marnham fühlte, wie er sein Leben aufgab – und fand es herrlich. Doch die beiden geheimen Welten, so wurde ihm mit der Zeit klar, beanspruchten ihn und veränderten sein Leben gewaltig. Hätte er geahnt, was kommen würde … Es gibt schlicht keinen Vergleich für Ian McEwan, für dieses Crescendo seiner Erzählkunst, das einen frösteln lässt, für das wohltemperierte Anklingen historischer Hintergründe oder seine unheimliche und unergründliche Kunstfertigkeit, mit der er den Leser aus heiterem Himmel das Grauen lehrt. McEwan-Leser werden vorbereitet sein auf das, was sie erwartet …
Berlin in den 50er Jahren: der ideale Tummelplatz für Geheimdienste und Spione jeglicher Couleur. Leonard Marnham, ein englischer Fernmeldetechniker, kommt 1955 mit 26 Jahren nach Berlin, wo er sowjetische Telefonleitungen anzapfen soll. Außerdem verliebt er sich – naiv und schüchtern, wie er ist – in eine vier Jahre ältere Deutsche. Leonard vergräbt sich immer tiefer und auswegloser in fremde, gefährliche Welten und wird von der hübschen Maria in die verborgenen Winkel menschlicher Beziehungen geführt. Marnham fühlt, wie ihm sein Leben entgleitet – und findet es herrlich …
Ian McEwan
Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner Romane ein Bestseller, viele sind verfilmt, zuletzt ›Am Strand‹ (mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson). Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts, der American Academy of Arts and Sciences und Träger der Goethe-Medaille.
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»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.«
Barbara Villiger Heilig / Neue Zürcher Zeitung (Neue Zürcher Zeitung)
»Ian McEwan gilt als einer der besten britischen Autoren der Gegenwart.«
Thomas David / Stern (Stern)
»Ian McEwan ist einer der abenteuerlustigsten und hinterlistigsten englischen Schriftsteller.«
Sylvia Staude / Frankfurter Rundschau (Frankfurter Rundschau)