»Wir waren frei! Jetzt wird unser Leben von Frauen dirigiert, genau wie früher, als wir kleine Jungen waren. Heute ist Freitag, und was bedeutet das? Tom Hurley draußen vor der Stadt wartet auf den Fisch. Du wartest auf den Fisch. Und ich geh heim und bekomme auch Fisch vorgesetzt, ob ich will oder nicht. Ein paar Wörtchen vor dem Altar, und für den Rest deines schönen Lebens heißt es: freitags Fisch! Doch jedes Mal, wenn es Fisch gibt, fragt mich meine innere Stimme: Ned McCarthy, bist du ein Mann oder eine Möwe?«
»Hergelaufene und Heruntergekommene, Säufer und Kirchgänger, Pfarrer, Mädchen, Matrosen und Mechaniker, kurz, das ›wunderbare katholische Volk‹ der irischen Stadt Cork wird von dem Überzeugungs-Iren O'Connor porträtiert: mit Ironie, Spott und Bizarrerie. Aber erst Mitleid und Anteilnahme an den Schicksalen seiner Helden machen aus dem guten Autor Frank O'Connor, aus dem Verächter der Pointe, dem Virtuosen der Andeutung, einen bedeutenden Dichter.«
Frank O'Connor
Geboren 1903 in Cork, gestorben 1966 in Dublin. Er wurde Buchhändler, dann Bibliothekar und schließlich Schriftsteller und Direktor des berühmten Abbey Theatre. Beteiligte sich an den Revolutionskämpfen. Schrieb Romane, Erzählungen, Reisebücher und eine Studie über den modernen Roman.
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