Sein Vater hat ihm einiges hinterlassen: das Haus, den Hof, die Tiere – und damit immer genug zu tun. Was er Joseph nicht mitgegeben hat, ist die Fähigkeit zu reden – über Angst, Krieg oder Liebe. So ist auch Joseph zu einem Mann geworden, den seine Verluste wortkarg machten. Gerade als Joseph den Tod als besten Ausweg zu akzeptieren beginnt, klingelt es an der Tür, und Birdie fällt ihm in die Arme und in sein Leben. Während sie sich langsam erholt und anfängt, von ihrer Liebsten und ihren Berufsträumen zu erzählen, stellt sich Joseph Wahrheiten, vor denen er bislang Reißaus genommen hat. Über sich als Bruder und Vater und liebenden Mann.
Joseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst, seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den Sechzigerjahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis' ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie – sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.
Mit ihrem zweiten Roman etabliert sich Elena Fischer als unverkennbare Stimme der neuen deutschen Literatur
Eine Geschichte über vorgezeichnete Lebenslinien und den Mut, auszubrechen
Elena Fischer
Elena Fischer, geboren 1987, hat Komparatistik und Filmwissenschaft in Mainz studiert, wo sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Debüt ›Paradise Garden‹ wurde sofort zum Bestseller und 2023 für den Deutschen Buchpreis sowie den Debütpreis des Harbour-Front-Literaturfestivals nominiert. ›Paradise Garden‹ ist bereits in 15 Sprachen übersetzt.
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