George Orwell ist der große engagierte Schriftsteller, der im Spanienkrieg gegen den Faschismus kämpfte und später, desillusioniert und hellwach, die politischen Romanklassiker ›Farm der Tiere‹ und ›1984‹ schrieb. Wie kommt ausgerechnet er dazu, die Freiheit des Schriftstellers, sich apolitisch von der Welt abzuwenden, zu verteidigen? Genau das tut er, anhand des Beispiels von Henry Miller, in seinem berühmten Essay ›Im Innern des Wals‹. 2021 hielt Ian McEwan die renommierte ›Orwell Memorial Lecture‹. Immer das eigene Schreiben reflektierend, untersucht McEwan Orwells Bild des apolitischen Schriftstellers, der es sich im Bauch des Wals bequem macht, setzt es in Perspektive und fragt sich, ob es in unserer von neuen Autoritarismen und dem Klimawandel geprägten Gegenwart überhaupt noch ein Innerhalb und ein Außerhalb des Wals geben kann.
1940, der Zweite Weltkrieg wütete in Europa, schrieb George Orwell den Essay ›Im Innern des Wals‹, in dem er die Freiheit des Künstlers, sich von den Problemen der Welt abzuwenden, verteidigte – obwohl er selbst ein eminent politischer Autor war. Auf diesen berühmten Essay antwortet Ian McEwan in seiner ›Orwell Memorial Lecture‹, die erstmals in Buchform erscheint, und bezieht Orwells Überlegungen auf unsere Gegenwart.
Zwei Essays über Literatur und politisches Engagement. Die beiden großen britischen Schriftsteller und Denker im Zwiegespräch.
George Orwell
George Orwell wurde 1903 in Bengalen, Nordostindien, geboren. In England besuchte er als armer Stipendiat eine Eliteschule. Er gesellte sich als Tellerwäscher, Hilfslehrer, Hopfenpflücker und als Buch- und Gemischtwarenhändler zum Proletariat, dessen Leben er in Reportagen und Büchern beschrieb. Orwell starb 1950 in London.
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»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.«
Barbara Villiger Heilig / Neue Zürcher Zeitung (Neue Zürcher Zeitung)
»Ian McEwan gilt als einer der besten britischen Autoren der Gegenwart.«
Thomas David / Stern (Stern)
»Ian McEwan ist einer der abenteuerlustigsten und hinterlistigsten englischen Schriftsteller.«
Sylvia Staude / Frankfurter Rundschau (Frankfurter Rundschau)
»Ein lesenswerter, kritischer Blick auf Kunst und Politik.«
Landshuter Zeitung (Landshuter Zeitung)
»Ian McEwan und George Orwell – in diesem kleinen Band ziehen zwei literarische Größen unter unterschiedlichen geschichtlichen Voraussetzungen eine ähnliche Bilanz.«
Rolf Hürzeler / Kulturtipp (Kulturtipp)