»Das Unheimliche, Lächerlich-Bedrohliche, Witzig-Skurrile, nie ganz zu sich selbst Kommende war seine Sache«, so die ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹. »Er war der Großmeister der makabren Pointe, des bösen Blicks auf das stille Grauen inmitten der Alltagsphänomene«, in seinen meisterhaften Zeichnungen, aber auch in seinen Büchern. Neben seinem weltbekannten Roman ›Der Mieter‹ und den ›Memoiren eines alten Arschlochs‹, seiner maliziösen Parodie auf das autobiographische Genre, war Roland Topor ein Meister der kurzen Form. ›Tragikomödien‹ versammelt seine besten Geschichten, die meisten zum ersten Mal auf Deutsch übersetzt, die wenigsten, wie der Titel schon andeutet, mit Happy-End. Ob Topor über den kleinen oder den großen Tod schreibt, über Liebhaber oder Nachbarn, Kunstkacke oder Kulinarisches, Neurosen oder den alltäglichen Wahn – immer bietet er fellineske Kafkaesken von goyaschen Ausmaßen und lässt damit Dadaisten und Surrealisten wie Dilettanten aussehen.
Gellender Witz, schwarzer Humor, abstruse Ideen, schlimmstmögliche Wendungen: Wer Topor liest, kann sich auf ein Wechselbad der Gefühle gefasst machen – und auf eine kalte Dusche auf das Haupt des Spießers, der in jedem von uns steckt.
Roland Topor
Roland Topor, geboren 1938 in Paris als Kind polnisch-jüdischer Eltern, überlebte die deutsche Besatzung versteckt auf dem Land. Er studierte an der École des Beaux-Arts und begann Zeichnungen in Zeitschriften wie ›Bizarre‹ zu veröffentlichen. Er war Maler, Dichter, Zeichner, Bühnenbildner, Dramatiker, Regisseur, Schauspieler, Liedermacher, Trickfilmer, Plakatgraphiker. Sein Roman ›Der Mieter‹ wurde von Roman Polanski verfilmt. Roland Topor starb 1997 in Paris.
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»Roland Topor ist ein menschliches Feuerwerk, das in alle Richtungen sprüht, krachend und aufrüttelnd, unterhaltsam und erschreckend.«
Ronald Searle ()