Aufarbeitung eines vergessenen Kapitels der nationalsozialistischen Beraubungspolitik
Die Arbeit analysiert den systematischen Entzug von Patent- und Markenrechten verfolgter Erfinderinnen und Erfinder unter dem NS-Regime, legt die Strukturen der „Patent-Arisierungen“ offen und beleuchtet damit ein bislang vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Raubwirtschaft. Ein weiterer Fokus liegt auf der administrativen Eingliederung des Österreichischen Patentamtes in die Reichsverwaltung nach dem „Anschluss“. Neben der statistischen Auswertung von Publikationen des Patentamtes und historischen „Arisierungsakten“ veranschaulicht die Analyse exemplarischer Einzelfälle das Schicksal der Betroffenen hinter den bürokratischen Prozessen. Für die Erschließung dieses neuen Forschungsfeldes wurde die Arbeit mit dem Alma Rosé-Sonderpreis 2025 ausgezeichnet.
Andreas Kern
Andreas Kern studierte Geschichte sowie Wirtschaftsingenieurwesen und verbindet technisches Fachwissen mit historischer Forschung. Er spezialisierte sich auf die Aufarbeitung von „Patent-Arisierungen“ im Nationalsozialismus. Für die Erschließung dieses Forschungsfeldes wurde er 2025 mit dem Alma Rosé-Sonderpreis ausgezeichnet.
Nationalsozialismus Enteignung Markenrechte Patentrechte