Zum ersten Mal in deutscher Übersetzung versammelt dieser Band grundlegende programmatische Schriften der polnischen Theateravantgarde der Zwischenkriegszeit und erschließt sie durch begleitende kommentierende Beiträge.
„Kollaps der Konventionen“ versammelt erstmals in deutscher Übersetzung zentrale Manifeste der polnischen Theateravantgarde der Zwischenkriegszeit. Die programmatischen Schriften dokumentieren eine radikale Neubestimmung von Theater, Körper, Sprache, Publikum, Öffentlichkeit im Zeichen ästhetischer, gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Den Grundlagentexten sind eigens verfasste, kommentierende Beiträge von internationalen Forschenden beigegeben, die historische Kontexte, theoretische Bezüge und Wirkungsgeschichten erschließen. Der Band macht eine bislang kaum zugängliche Quellengrundlage für die deutschsprachige Forschung systematisch verfügbar und eröffnet neue Perspektiven auf die europäischen Theateravantgarden.
David Krych
David Krych studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie und Slawistik. Sein Dissertationsprojekt (Das Wiener Hetzamphitheater (1755-1796): Ein Theater im Hinterhof der moralischen Anstalt; Böhlau 2024) erhielt die uni:docs-Förderung der Universität Wien. Er leitet gegenwärtig das FWF-Esprit Projekt zu „Theatertheorien der polnischen Theateravantgarden 1918-1939“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zudem ist er Gründer (gm. mit Silke Felber) und Herausgeber der Zeitschrift ephemer – Journal for Performance and Theater Research.
Polen Theater Avantgarde Zwischenkriegszeit Quellen programmatische Schriften Theaterwissenschaft historische Kontexte Diskurs