Das reich bebilderte und umfassend recherchierte Buch setzt sich mit der Geschichte Langhalsens
auseinander, einem Ort, der im Zuge des Kraftwerkbaues Partenstein einem Stausee zum Opfer fiel und
im August 1924 geflutet wurde.
Die Geschichte des Ortes, der 1397 erstmals im Tannberger Urbar genannt wird, ist verbunden mit den
Leinwandhändler - und Unternehmerfamilien der Campmiller, Peßler und Löfler, die die Region
entscheidend prägten, und zeigt mit Mühle, Leinwandbleiche, Ziegelofen, Brauhaus, Taverne,
Beuteltuchfabrik und E – Werk eine vielseitig orientierte wirtschaftliche Struktur, die von der Lage an
einer Hauptverkehrsstraße durch das Mühlviertel profitierte. Das Ende von Langhalsen, Abbruch und
Zerstörung sind dokumentiert und finden ihren Niederschlag in der Literatur. Sechs Familien, die sich
nach 1924 weder für Geldabfertigung noch Besitztausch entschieden, zählen zu den Erben Langhalsens,
deren schwerer Weg durch Krieg und Nachkriegszeit aufgezeigt wird.
Monika Klepp
Pensionierte Professorin für Deutsch und Geschichte am Akadem. Gymnasium in Linz.
Autorin von regionalgeschichtlichen Aufsätzen und Büchern.
Stausee Langhalsen Partenstein