Widerspruch ist für Hegel Denkprinzip. Seine Philosophie bezieht ihre Kraft daraus, dass sie alles Widerständige ernst nimmt und nicht in einem knöchernen System steckenbleibt. Auch deshalb verehren noch heute bedeutende Mathematiker und Naturwissenschaftler diesen Kopf, der zu ihren Bereichen nur Verwirrendes beizusteuern hatte.
Dietmar Dath zeigt, wie anregend es sein kann, mit Hegel dem Geist auf die Spur zu kommen und gleichzeitig die Welt nicht aus dem Blick zu verlieren.
Dietmar Dath
Dietmar Dath, geb. 1970, ist Publizist, Übersetzer (»Heller als die Sonne« von Kodwo Eshun, 1999), Pop- und Filmkritiker bei der FAZ, Romancier (»Die Abschaffung der Arten«, 2008), Dramatiker (»Die nötige Folter«, 2019), Science-Fiction-Historiker (»Niegeschichte«, 2019), Kommunist (»Maschinenwinter«, 2008) und halbwegs fleißig.
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»Dietmar Dath stemmt das scheinbar Unmögliche, versucht, Georg Wilhelm Friedrich Hegel auf 100 Reclam-Seiten einzudampfen. Fast irre Komplexität der Denkmechanik führt in die Höhen schierer Gedankenlust.«
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2020
»Daths Hegel-Büchlein kann gerade dadurch überzeugen, dass es sich aus der Sicht eines Zeitgenossen für das Denken des Jubilars interessiert, nicht für das Jubiläum.«
taz, 11.07.2020
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