Das primäre Anliegen dieser interdisziplinären empirischen Studie ist die Erklärung von Sprachwechsel und Spracherhalt als sprachlichen Verhaltensweisen. Am Beispiel des Sprachverhaltens der deutschen Sprachgemeinschaft Ungarns im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wird zugleich geprüft, ob bzw. inwieweit die Theorie des geplanten Verhaltens, eines der einflußreichsten Einstellungs-Verhaltens-Modelle der modernen Sozialpsychologie, dazu geeignet ist, dieses zentrale, vieldiskutierte Problem der Soziolinguistik zu lösen. Das Buch will somit auf den soziolinguistischen Nutzen sozialpsychologischer Konzepte hinweisen, welche bislang lediglich in Form einzelner herausgegriffener Begriffe in einschlägige Forschungen einbezogen worden sind.
Péter Maitz
Ungarn Ungarndeutsche Spracherhaltung Sprachpolitik Soziolinguistik