Dies ist die erste akademische Auseinandersetzung mit Leben und Werk von Henry Katz (1906-1992), der von Wissenschaftlern und Kritikern für fünfzig Jahre vergessen wurde, obwohl er mit seinem ersten Roman im Exil 1937 den Heinrich-Heine-Preis gewann. Aus einer kombinierten literarischen, historischen, biographischen und soziologischen Perspektive analysiert Ena Pederson die Schilderung der osteuropäischen Juden in Galizien, Weimar und im Exil durch Katz, indem sie sich auf die Probleme des Antisemitismus, der Assimilation, der deutsch-jüdischen Symbiose und der jüdischen Identität konzentriert. Das Buch bietet ferner eine erste Biographie von Katz und ordnet ihn durch Vergleiche mit zeitgenössischen Juden und nicht-jüdischen Schriftstellern im Exil in den Kontext der deutschen Exilliteratur ein.
Ena Pedersen
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