Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.
Der Tagungsband zum Stuttgarter Kolloquium »Deutsch-französische Wahrnehmungsmuster und das Konzept nationaler Identität im 18. und 19. Jahrhundert« revidiert, von einem konstruktivistischen Verständnis von Nation ausgehend, die komparatistische Frage nach dem "Bild", das die Literatur von dem Fremden vermittelt. Aus sozial-, literatur- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive untersuchen die Beiträge am Beispiel von deutschen und französischen Texten zwischen Aufklärung und Vormärz das Verhältnis von Nationalstereotypen, Wahrnehmung bzw. Darstellung des Fremden und Identitätsbildung.
Ruth Florack
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