Die vorliegende Arbeit beschreibt den Umbau der nachhistorischen Geschichtssemantik anhand von Texten der Kultur- und Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Nachgezeichnet wird der Prozess einer allmählichen Distanznahme von der Vorstellung von Geschichte als einer Einheit, in der Genese und Genealogie ineinandergreifen. Die Werke J. Burckhardts, G. Lukács', E. R. Curtius' und W. Benjamins bezeichnen verschiedene Formen dieser Reflexion, die sich auch im Stil ihrer Darlegungen, der Verfahrensweise und Rhetorik der Texte artikuliert.
Linda Simonis
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