Wissenschaftliche Texte gelten als unpersönliche Texte. Sie gehorchen dem so genannten Ich-Tabu. Die vorliegende Arbeit beantwortet die Frage, wie das „Ich“ in wissenschaftlichen Texten aufzufassen sei. Das Autorkonzept bewegt sich auf mehreren Ebenen. Zum einen werden wissenschaftstypische Handlungen (wie „ein Forschungsproblem lösen“) laufend expliziert, zum andern werden auch typische Haltungen (wie Unsicherheit) angedeutet. Im Modell werden die Markierungsebenen integriert. Damit kann der „Autor-im-Text“ sowohl als domänentypische wie als individuelle Figur bestimmt werden.
Felix Steiner
Autorship Pragmatics (Language) Text Linguistics Autorschaft Pragmatik (Sprache) Textlinguistik