Die Studie zeigt korpusbasiert (1500–1710), wie verfugende N+N-Komposita entstehen und das bestehende Wortbildungsmuster verändern. Die neuhochdeutsche „Kompositionsfreudigkeit“ wird direkt auf diese Produktivitätsveränderungen zurückgeführt. Von besonderem Interesse ist dabei die unparadigmische s-Fuge. An einen Vorschlag zu ihrer (temporären) Funktion schließt sich eine Einordnung des neuen Typs in bestehende Sprachwandelmodelle an.
Kristin Kopf
Corpus Linguistics History of German Linking Element Word-Formation Sprachgeschichte Fugenelement Wortbildung Korpuslinguistik