Vom Staatsmythos Buchenwald zum Angriff auf die Demokratie
Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Was ist da los? Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch »Landschaft ohne Zeugen« noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der vorbildlichen Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Ein bestürzendes, hochaktuelles Buch über die alte und neue Unfähigkeit zu trauern und die Erinnerungskälte nach zwei Diktaturen.
Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste von NZZ, Die Welt, radio 3 RBB und ORF Radio Ö1 im Mai 2026
Nach dem Erfolg von »Fabelland«:
Das neue Buch von Ines Geipel
Ines Geipel verbindet »persönliche Erinnerung und Familiengeschichte mit historischer Forschung und politischer Analyse und eröffnet einen profunden Blick auf deutsche Geschichte«. NZZ Geschichte
»Alle Texte von Ines Geipel blicken zurück. Darin liegt ihre nach vorne sprengende Wucht. Wie sonst können wir wissen, was unsere Zukunft ist?« Hauke Hückstädt, Laudatio zum Marieluise-Fleißer-Preis 2021
Ines Geipel
Ines Geipel, geboren 1960, floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium von Jena aus nach Darmstadt und studierte dort Philosophie und Soziologie. Das zentrale Thema ihrer Arbeit als Autorin und Herausgeberin ist die deutsche Gewaltgeschichte sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur. 2011 erhielt Ines Geipel das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis. Von 2001 bis 2025 war Ines Geipel Professorin für Verskunst an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Ihr Buch »Fabelland« wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2025 nominiert. Zuletzt erschien ihr Buch »Landschaft ohne Zeugen«, mit dem sie für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik nominiert ist.
Aufarbeitung Nationalsozialismus Antisemitismus Demokratie gegen Extremismus wehrhafte Demokratie Gedächtniskultur Erinnerung Shoah Deportation Judenverfolgung Antifaschismus Kommunismus Widerstand gegen Nationalsozialismus Verdrängung Diktatur Konzentrationslager Rechtsextremismus
Ein hochaktuelles Buch über Geschichtspolitik und ihre Folgen für die Gegenwart.
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Ein Appell gegen den Heldenmythos und daran, nicht immer zu glauben, was manche als Wahrheit verkaufen.
Lars Kaufmann ()
Ein Buch, das an tiefen Wunden rührt.
Bettina Baltschev ()
ein sehr beeindruckendes Buch
Terry Albrecht ()
Umso wichtiger ist ein Buch wie dieses von Ines Geipel.
Gerrit Bartels ()
Hochaktuell, gut recherchiert, bestürzend.
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Es ist diese Mischung aus persönlicher Geschichte, chronologisch erzählter Historie und den vielen Dokumenten, die ›Landschaft ohne Zeugen‹ auszeichnet.
Gerrit Bartels ()
Hochaktuell, gut recherchiert, bestürzend
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Erschütternder Report.
Peer Teuwsen ()
In kreisenden Bewegungen nähert sich Ines Geipel dem Lagerkomplex, bricht den politischen Mythos dahinter auf und und folgt den Rissen im (ost-)deutschen Gedächtnisbeton.
Thomas Hummitzsch ()
Sprache findet sich hier, indem sie immer wieder stockt - just dies gibt dem erregenden, schneidenden Buch Halt.
Hans-Dieter Schütt ()
Betritt man die Gedächtnislandschaft Buchenwald, dann betritt man jenes ›Fabelland‹, über das Geipel zuletzt ganz ausdrücklich, aber im Grunde schon immer geschrieben hat.
Tomas Hummitzsch ()
die Fragen, die [Geipel] stellt, sind wichtig – erst recht, wenn ihre Antworten manchen Leser nicht völlig zufriedenstellen und zum Weiterdenken animieren.
Steffen Alisch ()
Ein erschreckend wichtiges Buch.
Sabine Scholl ()
Eine komplexe, keineswegs einfache und auch verstörende Geschichte. Ines Geipel dokumentiert sie mit großer erzählerischer Dichte.
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Ein überaus spannend zu lesendes Buch.
Angela Gutzeit ()
Ein kluges und aufschlussreiches Buch, dem man viele Leser wünscht.
Tania Martini ()
Durch intensive Archivrecherche und akribische Darstellung der Quellen ist es der Autorin gelungen, bisher unbekannte, verschwiegene Fakten aufzudecken
Norbert F. Pötzl ()
Das Buch wird Diskussionen hervorrufen, es ist an der Zeit.
Alexa Hennings ()
[...] ein Buch, das mich tief bewegt hat, das mich sehr aufgewühlt hat und viele Fragen aufwirft
Natascha Freundel ()
sehr nahbar und ergreifend
Bettina Baltschev ()