Revolution, Leidenschaft und ein tödliches Duell – Ulrich Peltzer erzählt die Geschichte des berühmten Mathematikers Évariste Galois
1832: Évariste Galois, 20 Jahre jung, unglücklich verliebt, stirbt an den Folgen eines Bauchschusses. In der Nacht vor dem Duell bringt er noch schnell eine mathematische Theorie zu Papier, die ihn weltberühmt machen wird. Gerade erst hat man den Revolutionär und Königsgegner aus der Haft entlassen … Galois' Geschichte hat alles, was es für einen packenden Kostümfilm braucht. Zu sehen ist dieser Film vorerst aber nur in den Bildern und Reflexionen eines Drehbuchautors, der in einer schlaflosen Nacht zwischen Julirevolution und Gegenwart hin- und herspringt. Ein beeindruckender, grandios erzählter Roman von Ulrich Peltzer über unsere Freiheit und die wunderbaren Möglichkeiten von Film und Literatur.
Ulrich Peltzer
Ulrich Peltzer, geboren 1956 in Krefeld, studierte Philosophie und Psychologie in Berlin, wo er seit 1975 lebt. Er veröffentlichte die Romane »Die Sünden der Faulheit« (1987), »Stefan Martinez« (1995), »›Alle oder keiner‹« (1999), »Bryant Park« (2002) und »Teil der Lösung« (2007) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen »Angefangen wird mittendrin« (2011). Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Preis der SWR-Bestenliste, dem Berliner Literaturpreis und dem Heinrich-Böll-Preis. Ulrich Peltzers Roman »Das bessere Leben« (2015) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde unter anderem mit dem Marieluise-Fleißer-Preis, dem Peter-Weiss-Preis und dem Franz-Hessel-Preis geehrt. Zuletzt erschienen die Romane »Das bist du« (2021) und »Der Ernst des Lebens« (2024).Literaturpreise:Gerty-Spies-Literaturpreis 2016Franz-Hessel-Preis 2015Peter-Weiss-Preis 2015Platz 1 SWR Bestenliste September 2015Marieluise Fleißer-Preis 2015Shortlist Deutscher Buchpreis 2015Carl-Amery-Literaturpreis 2013Heinrich-Böll-Preis 2011Frankfurter Poetik-Dozentur 2010/11Mitglied der Akademie der Künste in Berlin 2010Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 2009/2010Spycher: Literaturpreis Leuk 2008Düsseldorfer Literaturpreis 2008Berliner Literaturpreis für sein Gesamtwerk 2008Literaturpreis der Stadt Bremen 2003Niederrheinischer Literaturpreis der Stadt Krefeld 2001Preis der SWR-Bestenliste 2000Anna Seghers-Preis 1997Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung 1996Bertelsmann-Stipendium beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1992
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»Der verlorene Schlaf« [entwickelt] einen überraschenden Erzählsog – ein starkes Stück Literatur!
Oliver Pfohlmann ()
Dieser Roman ist historisch und zeitgenössisch zugleich, er bündelt Assoziationen, gibt sie weiter und sammelt Antworten auf die Frage, wie eine gegenwärtige Ästhetik aussehen kann
Helmut Böttiger ()
[E]ine vergnügliche, historisch lehrreiche und filmisch anregende Lektüre.
Dietrich Leder ()
(...) der Chronist fragmentarischer Lebenserfolge (...) hat diese Kunst zur Vollendung gebracht. (...) Man müsste diesen Autor der stillen Meisterwerke nicht nur mehr preisen, sondern mehr lesen.
Paul Jandl ()
[...] kunstvoll gebauter und keinesfalls historischer Roman [...] erwartungsgemäß glänzend ausgestaltet. [...] Peltzer, der im Dezember seinen 70. Geburtstag feiern wird, [ist] weiterhin mit allen Wassern gewaschen
Judith von Sternburg ()
Die Raffinesse und die sinnliche Sprache des Romans können indes auch Leser und Leserinnen genießen, die in der Schule um ihre Mathenoten bangten.
Ursula März ()
[...] die Summe aller künstlerischen Werkstätten Ulrich Peltzers [...]. Man liest gleichsam zwei Romane in einem, oftmals in Peltzers langen, aber immer überschaubaren Satzkonstruktionen nahtlos verschränkt.
Ursula März ()
[...] die Sprache tanzt [...], als wären die 200 Jahre zwischen dem Stoff und seinem Autor nur ein Fingerschnipsen der Geschichte.
Wolfgang Popp ()