»Über Geschmack lässt sich streiten, über die Klugheit und Relevanz dieses Buches nicht!« Samira El Ouassil
Der Literaturwissenschaftler und Erforscher von Skandalen Johannes Franzen fragt, warum Konflikte über Geschmack, Kunst und Kanon so heftig eskalieren. Wer einmal erlebt hat, wie der eigene Lieblingsfilm heruntergemacht wurde, oder wer einen Verriss des Lieblingsbuches gelesen hat, der kennt das tiefe Gefühl des Unwillens, das eine solche Attacke herausfordert. Empört möchte man widersprechen, den Roman oder den Film verteidigen – und damit auch sich selbst.
Johannes Franzen sieht im Streiten über Geschmack eine wichtige Kulturtechnik und versammelt eine Fülle von Kontroversen und Skandalen aus der Literatur-, Film- und Musikszene von Madame Bovary bis Breaking Bad, von Lolita bis Till Lindemann. Kurzweilig und klug analysiert er, warum wir in Bezug auf Romane, Songs, Computerspiele oder Serien starke Emotionen wie Begeisterung und Wut, Liebe und Scham entwickeln, und warum Konflikte über diese Gefühle so wichtig und produktiv sind.
»Johannes Franzen legt eine fesselnde Theorie des Streits vor, die unser Verständnis von Kultur maßgeblich prägen wird. Intellektuell tiefsinnig und hochspannend.« Carolin Amlinger
Johannes Franzen
Johannes Franzen, geboren 1984, ist Literaturwissenschaftler und Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Mannheim. Er spricht und publiziert regelmäßig zu kulturellen Themen und Kontroversen u. a. im Deutschlandfunk Kultur sowie in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, der »taz« und auf »ZEIT Online«. Er ist Mitbegründer und -herausgeber des Online-Feuilletons »54books« und schreibt den Newsletter »Kultur und Kontroverse«.
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Wut und Wertung ist für alle zu empfehlen, die gern über Kunst und Kultur streiten.
Jasmin Fuchs ()
Sein spannendes Buch ist voller überraschender Beobachtungen wie die: Es wurde noch nie so viel über Kunst gestritten wie in unserer Zeit.
Oliver Pfohlmann ()
Franzens Analyse, dass es bei Geschmackskonflikten um sehr viel mehr geht als um Kunst, vermag […] restlos zu überzeugen.
Marie Rosenkranz ()
Johannes Franzen ist mit Wut und Wertung ein ebenso lehrreiches wie unterhaltsames Buch gelungen.
Christian Schachinger ()
Franzens Buch erhellt die sozialen und politischen Dimensionen ästhetischer Phänomene und – vielleicht noch viel wichtiger – die ästhetischen Dimensionen von Politik und Gesellschaft.
Steffen Martus ()
Nach der Lektüre ist man schlauer als zuvor und fühlt sich gut gewappnet für kommende Auseinandersetzungen in Sachen Kultur.
Ralph Krüger ()
Unsere digitale Lebenswelt birgt […] in Geschmacksfragen ein enormes Eskalationspotential, von dem Franzen klug und maximal materialreich erzählt.
Mladen Gladic ()
Franzen bekommt das Kunststück hin, sich nie vor einer Positionierung zu scheuen und gleichzeitig scharf die Bedingungen der Möglichkeit solcher Positionierungen zu analysieren.
Adrian Daub ()