Valentin Groebner Groebner Gefühlskino

Gefühlskino

von Valentin Groebner

Die gute alte Zeit aus sicherer Entfernung

EUR 24,00

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Beschreibung

Ein Blick zurück auf die 1980er Jahre – Valentin Groebner, »einer der interessantesten Historiker der Gegenwart« (tazFUTURZWEI), seziert in seinem Essay die Kraft der Nostalgie und anderer Gefühle, vergangener und gegenwärtiger.

Das Beschwören guter alter Zeiten ist unwiderstehlich, weil es von nichts anderem handelt als der eigenen Gegenwart. Der verklärte Rückblick erzeugt im Jetzt starke Gefühle, und die sind ansteckend. Nostalgie, Kränkung und Zukunftsangst schaffen Erregungsgemeinschaften, in denen sich Bedrohung und Verlustangst mit dem Vergnügen am Klagen mischen. Das macht sie verführerisch, es ist großes Kino – und alles echt, weil man es ja selbst fühlt.

Doch woher kommen die Slogans, Bilder und Drehbücher für solche Affekte? Valentin Groebner geht auf private Forschungsreise in die 1980er Jahre und ihr langes Nachleben: zu ratlosen Kämpfern, zu strengen Predigern und zu den Hauptdarstellern fremder Leiden.

Mit ironisch-vergnügtem Blick auf das versteckte Spiel mit Gefühlen und Sehnsüchten zeigt er, was es uns gibt, wenn wir uns heute an gestern erinnern.


Ein Blick zurück in die 1980er Jahre und die Spiegelkabinette der Nostalgie

Ein selbstironisches Rendezvous mit den starken Gefühlen von vorgestern und ihrem langen Nachleben

»Valentin Groebner, einer der interessantesten Historiker der Gegenwart ... aufklärerisch, informativ und manchmal echt witzig.« tazFUTURZWEI



Autor*in

Valentin Groebner
Valentin Groebner, geboren 1962 in Wien, lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Er war u.a. Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg sowie am Europäischen Hochschulinstitut Florenz und Professeur invité an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er ist der Autor zahlreicher Bücher zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. 2024 erhielt er den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung. Seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 

Themen in »Gefühlskino«

1980er Jahre Nostalgie Angstlust Reinheit Anti-AKW-Bewegung Wackersdorf Autonomer Block Leid Masken Schuld Scham Verrat Sehnsucht

Stimmen zu »Gefühlskino«

Das ist analytisch zwar nicht vollkommen neu, gewinnt in Kleins Engführung ihrer persönlichen Doppelgänger-Geschichte mit einer ideenhistorisch untermauerten Recherche aber an großer Lebendigkeit.
Nils Markwardt ()

Sie ist eine brillante Stylistin und Dramaturgin und es macht Spaß, ihr beim Schreiben und Denken zuzuhören.
Susanne Billig ()

Einem Archäologen ähnlich legt Lentz dabei Schicht um Schicht seines Schaffens frei.
Florentine Dame ()

Ihrem sehr lesenswerten Buch gelingt eine komplexe Betrachtung der Jetztzeit.
Gerrit ter Horst ()

Was das Buch […] lesenswert macht, sind die großartigen Reflexionen über Gefühlsgemeinschaften: Menschen teilen gemeinsame Zeiterfahrungen, sie richten sich in Selbstdarstellungen und kollektiven Emotionen ein.
Miloš Vec ()

Groebner plädiert für nichts, aber Einsicht zeigt er so: Wer wirklich etwas bewegen will, muss über seine juvenil gegründeten Erregungsgemeinschaften hinauskommen.
Jan Feddersen ()

Herunterbrechen […] auf eine Moral von der Geschichte, lässt sich das Buch kaum. Aber wer es liest, wird belohnt mit hellen Gedanken und leuchtenden Sätzen.
Tobias Becker ()

Eine Studie in politischer Nostalgie, die trotz des seit 1979 nahenden Endes der Welt den Mut zur Heiterkeit aufbringt.
Nils Minkmar ()

Details

ISBN: 9783103975994
Verlag: S. FISCHER
Erscheinung: 27.03.2024

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