László Krasznahorkai Krasznahorkai Im Wahn der Anderen

Im Wahn der Anderen

von László Krasznahorkai

Drei Erzählungen | Nobelpreis für Literatur 2025

EUR 38,00

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Beschreibung

Drei Erzählungen von dem Meister der literarischen Halluzination László Krasznahorkai - mit Zeichnungen von Max Neumann und einem Schlagzeugsolo von Miklós Szilveszter

New York ist ein vertikaler Albtraum. Doch Manhattan ruht auf einem gewaltigen Felsen aus Granit, einer Horizontale, die alles trägt und verbindet. Die Menschen vergessen das: Hier, in der 26th Street, lebt ein Bibliothekar, der sich auf den Spuren Herman Melvilles verliert. Aber betritt er den Wahn des Anderen oder schließt ihn sein eigener immer dichter ein? In einer anderen Geschichte endet eine labyrinthische Verfolgungsjagd mit Zug und Fähre quer durch Europa auf einer abgelegenen Insel. Doch hier lauert keine Rettung, sondern eine Falle.

Die Erzählungen von László Krasznahorkai in »Im Wahn der Anderen« entfalten eine hypnotische Wirkung. Oft entwickelt sich der atemlose Sog im Dialog mit Zeichnungen des Malers Max Neumann: Text und Bilder greifen ineinander und entdecken eine Dimension der Realität, die weiter greift als Tag und Nacht, Schlaf und Traum.





Autor*in

László Krasznahorkai
»Jedes meiner Bücher soll die literarische Landkarte verschieben«, sagt László Krasznahorkai, dem 2015 der International Man Booker Prize verliehen wurde. 1954 in Gyula/Ungarn geboren, gilt er als einer der innovativsten Schriftsteller Europas, dessen Romane »Satanstango« und »Melancholie des Widerstands« überall auf der Welt begeistert aufgenommen werden. Die internationale Beachtung begann jedoch 1993 in Deutschland mit dem SWR-Bestenliste-Preis für »Melancholie des Widerstands«. In den letzten Jahren erschienen die Erzählbände »Seiobo auf Erden« (Brücke-Berlin-Preis und Literaturpreis Leuk 2010) sowie »Die Welt voran« (2014). Für seinen Roman »Baron Wenckheims Rückkehr« (2018) wurde er mit dem National Book Award 2019 for Translated Literature ausgezeichnet. 2021 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur sowie 2024 den spanischen Literaturpreis Prix Formentor. 2025 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschienen der Roman »Herscht 07769« und der Erzählband »Im Wahn der Anderen«. Heute lebt László Krasznahorkai in Triest, Italien.

Themen in »Im Wahn der Anderen«

Satanstango The New Yorker New Directions Baron Wenckheims Rückkehr Herscht 07769 Herman Melville New York Architektur Europa Homer Max Neumann Anspruchsvolle Literatur Ein Buch von S. Fischer Literaturnobelpreis 2025

Stimmen zu »Im Wahn der Anderen«

Sicher keine leichte Kost, aber packende Literatur.
Hermann Koch ()

Schräg, bedrückend, wunderschön
Jolinde Hüchtker ()

Ein ganz großer Autor, ein Weltautor.
Iris Radisch ()

»Im Wahn der Anderen« beweist eindrücklich die Meisterschaft des 70-jährigen Fast-Nobelpreisträgers.
Maria Ossowski ()

László Krasznahorkai schreibt genial monomanisch über die Flucht in den Stillstand und die Sehnsucht, sich allem zu verweigern.
Fritz Göttler ()

Auf schreckliche Weise grandios, denn es gelingt dem Autor, in jeder Erzählung von Angst und Wahn einen ganz eigenen Ton zu finden.
Monika Buschey ()

[...] eine Steigerung der Intensität, an der diesem ungarischen Katastrophenvisionär besonders gelegen ist.
Ilma Rakusa ()

Mit atemberaubender Spannung, die Heike Flemming sprachlich virtuos ins Deutsche übertragen hat, zeichnet Krasznahorkai den Weg vom Wahn in den Wahnsinn nach [...].
Ilma Rakusa ()

[...] faszinierende Satz-Sonaten.
Cornelius Hell ()

Mit dem Erzählband »Im Wahn der Anderen« liegt jetzt ein neues sprachliches Meisterwerk von László Krasznahorkai vor.
Cornelius Hell ()

Vor allem zeigt dieser Band eines: Es ist höchste Zeit, dass Krasznahorkai, der zuverlässig als heißer Tipp für den Literaturnobelpreis gehandelt wird, diesen auch erhält.
Marianna Lieder ()

Aus den Wiederholungen schälen sich ein Rhythmus und ein Sog heraus, mit denen László Krasznahorkais, der Apokalypse verfallene Stilistik, Glück zu erzeugen vermag.
Jörg Plath ()

Ein Band nicht für literarische Anfänger, sondern für jene, die schon allerhand gelesen haben und seltene Abenteurer suchen.
Jörg Plath ()

Schöne Sätze gibt es zuhauf im Werk von László Krasznahorkai.
Niels Beintker ()

So dunkel der Reigen der Prosatexte ist – sie zeigen, wie László Krasznahorkai fortwährend die Grenzen konventionellen Erzählens sprengt, auf großartige Weise.
Niels Beintker ()

Die Kunst Krasznahorkais besteht nicht zuletzt im Erschaffen und Ausmalen solcher Wesen, die sich der Beschreibung von außen entziehen [...].
Tilmann Spreckelsen ()

ein neues sprachliches Meisterwerk
Conelius Hell ()

Wenn man sich für die Sprache, die Atemlosigkeit und das Tempo [...] in der Literatur [...] begeistert, dann muss man László Krasznahorkai lesen.
Jörg Magenau ()

famoser Erzählband
Ronald Pohl ()

László Krasznahorkai zu lesen: stets eine Erfahrung. Und ein Erlebnis.
Alexander Kluy ()

ein großartiges Leseerlebnis!
Angela Gutzeit ()

Ein wirklich anspruchsvolles Werk. Die Zusammenfassung dieser drei Erzählungen in einem Band macht unheimlich viel Sinn, weil die Querverweise offensichtlich sind.
()

Details

ISBN: 9783103974959
Verlag: S. FISCHER
Erscheinung: 29.11.2023

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