Was haben Sherlock Holmes und Spiritismus gemeinsam?
Conan Doyle kennt man vor allem als Autor der Sherlock Holmes-Geschichten. Sein Werk ist allerdings weitaus umfangreicher und verzweigter: Es umfasst historische Romane, politische Pamphlete, historische Studien, Science-Fiction-Romane und nicht zuletzt zahlreiche Publikationen zum Spiritismus. Die Photographie spielt dabei eine zentrale Rolle und lässt eine höchst eigentümliche Vorstellungswelt erstehen. Sie erlaubt es zugleich, die Welt um 1900 mit all ihren Merkwürdigkeiten in den Blick zu nehmen: Für die Zeitgenossen war Sherlock Holmes eine real existierende Figur, für seinen Autor aber bezeugten Photographien von Elfen, Verstorbenen und Geistern deren Existenz. Ihre Photos und die anderer merkwürdiger Wesen sammelt dieses Buch mitsamt dem Imaginarium, das sich um sie rankt.
»Stiegler holt […] sein eigenes Fach aus dem Elfenbeinturm hermetischer Textanalysen und demonstriert, was Literaturwissenschaft zu leisten vermag.«
Deutschlandfunk
Bernd Stiegler
Bernd Stiegler,geboren 1964, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, München, Paris, Berlin, Freiburg und Mannheim. Von 1999 bis 2007 arbeitete er als Programmleiter Wissenschaft im Suhrkamp Verlag. Seit Herbst 2007 ist er Professor für Neuere Deutsche Literatur mit Schwerpunkt Literatur des 20.¿Jahrhunderts im medialen Kontext an der Universität Konstanz. Zuletzt sind von ihm im S.Fischer Verlag erschienen ›Reisender Stillstand. Eine kleine Geschichte des Reisens im und um das Zimmer herum‹ (2010) sowie ›Belichtete Augen. Optogramme oder das Versprechen der Retina‹ (2012).
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Ein spannendes kulturgeschichtliches Porträt des Arztes Sir Arthur Conan Doyle
Katrin Hillgruber ()
ein außerordentlich reiches und immer wieder überraschendes Buch
Thomas Steinfeld ()
eine aufregende, vorzüglich lesbare Studie über vergessene Zusammenhänge zwischen Literatur und Medien- bzw. Fotografiegeschichte
Oliver Pfohlmann ()
ein faszinierendes, minutiös zusammengetragenes Buch
Sylvia Staude ()
Nicht zuletzt ist Stieglers Buch vor dem Hintergrund der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg interessant.
Stefanie Peter ()
Die Stärke des flüssig geschriebenen Buches liegt […] in seinen Archivfunden und historischen Dokumenten.
Jürgen Kaube ()
Es ist ein großes Lesevergnügen zu verfolgen, wie Bernd Stiegler das magische Medium Fotografie in detektivischer Feinarbeit zu den unterschiedlichsten Zeitströmungen in Beziehung setzt.
Frank Kaspar ()