Der Dichter und Zeichner Robert Gernhardt hat von 1970 bis zu seinem Tod 2006 kontinuierlich in Schulhefte geschrieben und gezeichnet. Hervorgegangen sind hieraus die legendären ›Brunnenhefte‹.
Aus diesem Fundus seiner poetischen Einfälle hat Gernhardt noch zu Lebzeiten ein außergewöhnliches Buchprojekt begonnen. Lexikalisch geordnet faszinieren seine literarischen Miniaturen im unverfälschten Gernhardt-Ton und geben Zeugnis von lebendiger Tiefenschärfe und hellsichtiger Komik.
In diesem Band kommen wir dem Dichter so nah wie nie zuvor. Wie sensibel Gernhardt seine Zeit und die Veränderungen der Gesellschaft wahrnahm, führt uns die brennende Aktualität seiner Texte
zu ›Flucht‹ oder ›Festung Europa‹ vor Augen.
Die Herausgeberin Andrea Stoll hat das Werk mit weiteren Texten aus den ›Brunnenheften‹ komplettiert.
SCHWERPUNKT
Robert Gernhardt
80. Geburtstag am 13. Dezember
Robert Gernhardt
Robert Gernhardt (1937–2006) lebte als Dichter und Schriftsteller, Maler und Zeichner in Frankfurt am Main und in der Toskana. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Heinrich-Heine-Preis und den Wilhelm-Busch-Preis. Sein umfangreiches Werk erscheint bei S. Fischer, zuletzt »Toscana mia« (2011), »Hinter der Kurve« (2012) und »Der kleine Gernhardt« (2017).
Autobiographie Komik Neue Frankfurter Schule Flucht 68er Generation Adorno Poesie Gedichte Bildende Kunst Brunnenhefte
Ein Muss für Gernhardt-Fans, aber auch für Menschen, die an dem, was so leicht conditio humana genannt wird, interessiert sind.
Ulrich Sonnenschein ()
[…] der unverwechselbare Gernhardt-Ton, changierend zwischen (Selbst-)Ironie, frechem Humor und Melancholie. […] Gernhardt lotet die Conditio humana aus, gnadenlos – und mit seiner wunderbar kippenden Tiefgründigkeit.
Ingeborg Waldinger ()