Ingeborg Bachmann ist ein Mythos der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Die divenhaften Auftritte und die frühe Berühmtheit, die Beziehungen mit Paul Celan und Max Frisch und nicht zuletzt ihr rätselhafter, tragischer Tod sorgen für ein glamouröses Bild.
Ina Hartwig schaut hinter die Fassade und entdeckt in zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen wie Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser oder Henry Kissinger eine andere Persönlichkeit: Ingeborg Bachmann als politisch denkende Intellektuelle und Medienprofi, als Dichterin, die trotz all ihrer Gefährdungen überrascht mit Witz und lebenspraktischer Klugheit.
Ina Hartwig
Paul Celan Nachkriegszeit Leben Literaturpreis Malina Nachkriegsliteratur Politik Gruppe 47 Biographie Enzensberger Mythos Todesursache Intellekt Kalter Krieg Lyrik
Ina Hartwigs Buch [.] reißt alle Türen und Fenster in der muffigen Bachmann-Kirche auf.
Eva Menasse ()
Noch eine Bachmann-Biographie? Ja, eine, die nicht versucht, sie zu überhöhen, und der es gelingt, ihre Widersprüchlichkeit und ihr Drama angenehm undramatisch zu beschreiben.
Julia Encke ()
Statt Gottesdienst für eine Ikone endlich ein kluges Buch über die Dichterin in ihrer Zeit, voller neuer Einsichten und O-Töne von Zeitgenossen […]
Verena Lueken ()
[…] ungeheuer spannend zu lesen, da verfestigte Bachmann-Bilder ins Fließen geraten.
Beate Tröger ()
Gestützt auf Nachlassdokumente und Aussagen von Zeitgenossen, gelingt dem Band ein differenziertes Porträt, das Bachmanns intellektuelle Netzwerke offenlegt.
Georg Leisten ()
Umso wichtiger ist, dass man hier die Weltläufigkeit, die Intellektualität und vor allem die enorme Kraft der Dichterin wiederentdecken kann – und ihren Humor.
Elke Schlinsog ()
Ina Hartwig beherrscht die große Kunst der Beiläufigkeit.
Steffen Martus ()
Eine Biografie, die den Mythos der fragilen Schriftstellerin korrigiert und die Bachmann als ehrgeizige, lebenskluge Intellektuelle zeigt.
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