Über die Qualität von Schulen wird in vielen Ländern seit mehreren Jahren lebhaft diskutiert. Bei den vielfältigen Bemühungen, die Schulqualität zu sichern und zu steigern, treten indes auch Probleme und Defizite zutage. Den Beispielen exzellenter Schulen stehen Fälle gegenüber, in denen das Bildungsangebot deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt und unter Umständen gravierende Mängel aufweist. Im Hinblick auf solche gravierenden Mängel ist in den letzten Jahren vermehrt von 'Failing Schools' die Rede, wobei drei Fragen im Mittelpunkt stehen: Auf welchen Kriterien basiert die kritische Diagnose? Welche Konsequenzen hat die negative Etikettierung für die Schulen? Und welche Impulse sind notwendig, um eine Wende zum Besseren herbeizuführen? Der vorliegende Band stellt Ansätze dar, wie diese Fragen in verschiedenen Ländern beantwortet werden. Daraus ergeben sich Anregungen, die für die Bildungsforschung, die Schulführung und die Organisationsberatung bedeutsam sind.
Norbert Landwehr
Prof. Dr. phil. Norbert Landwehr, geboren 1951, ist Erziehungswissenschaftler. Er war nach dem Pädagogikstudium während mehrerer Jahre in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung (Aus- und Weiterbildung) tätig, wo er verschiedene Schulentwicklungsprojekte mit didaktischen Schwerpunkten leitete und begleitete. Von 2004 bis 2016 arbeitete er am Institut Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule FHNW und leitete dort das «Zentrum Schulqualität». Seit 2016 ist er freiberuflich tätig (Büro für Schulevaluation und Schulentwicklung, landwehr@pop.agri.ch). Seine Arbeits- und Entwicklungsschwerpunkte sind Didaktik der Kompetenz- und Wissensvermittlung, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Schulevaluation, Qualitätsmanagement, Schulkultur.
Failing Schools Schulführung Schulqualität