Als Kind wuchs ich in einem kleinen Dorf in der kasachischen Steppe auf, in einem Land mit extrem unterschiedlichen klimatischen Zonen. Unser kleiner Bauernhof sicherte unsere Lebensgrundlage. Ich konnte beobachten, wie wichtig der sorgsame und ausgewogene Umgang mit den beschränkten Ressourcen zum Überleben in der kargen Natur war. Meine Kindheit und Jugend in diesem multikulturellen Gesellschaftskreis und die an Impressionen reichen Landschaften beeinflussten mich nachhaltig - das spiegelt sich auch in meinem heutigen künstlerischen Ausdruck wieder.
Seit dem Kunststudium an der PH Heidelberg (2003-2008) widmete ich mich vorrangig meinem künstlerischen Schaffen.
Im Mittelpunkt meiner Kunst steht Alltägliches und Existenzielles: Der Mensch als Teil der Natur in ihrem zerbrechlichen Gleichgewicht. Meine Bilder, in denen sich „Realität“ und „Fiktion“ überschneiden, zeigen einen ungewohnten Blick auf die Ganzheit der Natur und beziehen dabei grundlegend die Imagination des Betrachters mit ein.
Im schöpferischen Prozess kann ich meine Gedanken, Phantasien und Vorstellungen Gestalt werden lassen. Hier entwickelt sich oft aus dem Farbhintergrund ein Eigenleben, das mich wiederum zusätzlich inspiriert. Meine Arbeiten haben etwas Märchenhaftes, sind manchmal verspielt, ein wenig verträumt, oft auch sehr ernsthaft und erschaffen eine eigene Wirklichkeit.
Insbesondere liegt mir bei meiner Arbeit inhaltlich auch am Herzen, meine Sorgen um die Zukunft des Lebens auf unserem Heimatplaneten auszudrücken, in der Hoffnung, einen Funken auf den Betrachter überspringen zu lassen.
Artbox Rosa Bittner SWISSARTEXPO