The Secrets of Seiichi Shirai’s Temple of Nuclear Disasters, a touchstone in Japanese debates on monuments, tradition, and culture: volume #3 of the popular Gumshoe series of “architectural crime stories.”
In Godzilla and the Temple of Atomic Catastrophes, dem dritten Band der Gumshoe-Reihe architektonischer Detektivgeschichten, geht Thomas Daniell den Geheimnissen des vom japanischen Architekten Seiichi Shirai (1905–1983) 1955 entworfenen Tempels der Atomkatastrophen nach. Obwohl nie gebaut, ist das Mahnmal zum Prüfstein in Debatten über Denkmäler, Tradition und Kultur in der Architekturwelt Japans geworden. Shirais Tempelentwurf ist eines der wenigen architektonischen Werke, die sich mit dem Thema Atomkraft auseinandersetzen, während japanische Belletristik, Manga, bildende Kunst oder Fotografie es weitgehend meiden. Shirai und sein Tempelentwurf sind im Westen wenig bekannt, stellen aber ein wichtiges und einflussreiches Kapitel von Japans Architekturgeschichte dar. Die Katastrophe von Fukushima 2011 haben ihn und die damit aufgeworfenen Fragen wieder zu einem Kernaspekt japanischer Architekturdiskurse gemacht.
Thomas Daniell befasst sich mit Ereignissen und Entwicklungen in Japan über mehr als ein Jahrhundert, vom Ersten Weltkrieg bis zur Dreifachkatastrophe von 2011 mit Erdbeben, Tsunami und nuklearer Kernschmelze. Er setzt sich mit japanischer Tradition und mit den Beziehungen zwischen japanischer Architektur, Kunst und kritischer Theorie im grösseren historischen Kontext auseinander. Im Stil eines «Roman noir» sucht sein Buch eigenwillig und unterhaltsam nach der Lösung dieses Architekturmysteriums.
Thomas Daniell
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