Palästinensische Selbstmordanschläge, israelische
Militärinvasionen und gescheiterte Friedensverhandlungen.
Die Gewaltspirale im Nahen
Osten hat sich seit Ausbruch der zweiten Intifada
im Jahr 2000 immer schneller gedreht. Der Nahostkonflikt
findet im Westen mehrheitlich in den
Schlagzeilen statt. Wohin aber hat der Konflikt die
zwei Gesellschaften geführt? Was motiviert einen
Selbstmordattentäter zu seiner Tat? Wie sieht die
Gedankenwelt eines israelischen Panzerschützen
aus? Die Autorin gibt Antworten auf diese Fragen
und führt die Leser zu palästinensischen Kämpfern,
Kollaborateuren und in den Gazastreifen.
Aus der Zeit im Gefängnis und von den Folgen
der israelischen Zermürbungsstrategie erzählt ein
junger Palästinenser im grössten Flüchtlingslager
im Westjordanland. Neun junge Israeli, die sich
an ihre Militäreinsätze in den besetzten Gebieten
erinnern, berichten aus ihrer Sicht von ständiger
Angst und Überforderung. Dieses Buch ist keine
weitere Analyse des politischen Stillstands, sondern
gewährt einen höchst persönlichen und erschütternden
Einblick in das Leben der von den
politischen Entscheiden direkt Betroffenen.
Karin Wenger
Arnold Hottinger Israel Nahostkonflikt Palästina