In seinem neuen Buch rekapituliert Chris Brönimann die zurückliegenden Jahre als Transfrau, den langen Weg einer schwierigen Entscheidungsfindung und wie sich sein Leben seither verändert hat. Heute stellt er andere Fragen als in jungen Jahren. Zum Beispiel: Was ist Männlichkeit und was ist Weiblichkeit? Wie können beide Identitäten miteinander in Einklang gebracht werden? Und: Warum werden Menschen, die ihr Glück als Trans-Personen nicht finden und die einstige Entscheidung aus vielfältigen Gründen hinterfragen, in den eigenen Reihen kritisiert? Innerhalb einer jahrzehntelangen Entwicklung argumentiert Chris Brönimann als Zeitzeuge, der sich kraftvoll von vielen Zwängen befreite und auch heute für sich beansprucht, Dinge neu denken und fühlen zu dürfen. Nebst seinen biografischen Erfahrungen im Rahmen der De-Tranisition, die er facettenreich, menschlich und ausgewogen schildert, vertieft er wesentliche Wissens- Aspekte. Ebenfalls kommen verschiedene Wegbegleiter zu Wort, auch solche, die erzählen, unter welchen Voraussetzungen die Transition gelingen kann.
Chris Brönimann
Vor über 25 Jahren liess Nadia Brönimann die Schweiz an ihrer Transition – vom Mann zur Frau – teilnehmen. Als sie sich 2024 entschloss, wieder in seinem Geburtsgeschlecht als Mann leben zu wollen, trat Chris Brönimann (56) in die Öffentlichkeit und stach in ein Wespennest. Mit seinem neuen Buch möchte er dazu beitragen, dass das Thema Detransition weniger polarisiert wird und Missverständnisse aus der Welt geschaffen werden. Heute engagiert er sich als Referent an Schulen und ist in der Beratung von Jugendlichen und ihren Eltern tätig, die sich mit dem Thema Transition auseinandersetzen. Er lebt in Lachen (SZ).
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