Sind Zeitreisen möglich?
Im Pfarrhof taucht ein Kindlein auf.
Die Magd des Pfarrers möchte es gern behalten, möchte es großziehen, ihm Ersatz sein für die fehlende Mutter. Der Pfarrer jedoch ist dagegen. Er bringt das Kindlein ins Waisenhaus. Nur unwillig nimmt die Mutter Oberin, die Leiterin des aisenhauses, das Kindlein an. Immer wieder lässt sie es ihren Missmut spüren, vergeht sie sich an ihm. Liebe erfährt das Kindlein erst durch die Magd des Pfarrers, die sich gegen dessen Willen für es einsetzt, sich um es kümmert. Die Liebe, die der zum Jüngling herangewachsenen Waise seinerseits der Magd des Pfarrers entgegenbringt, bleibt von ihr unerwidert.
Beat Wild
Beat Wild hat mit seinem Roman „Das Findelkind“ einen historischen Roman aus dem neunzehnten Jahrhundert geschrieben, der den Geist und das Leben der Menschen im Zugerland wiedergibt. Als Leser fühlt man sich nach wenigen Seiten in diese Zeit versetzt und wird ein Teil dieser Sinnesart.
Beat Wild ist in Baar zur Schule gegangen. Gegen Ende seiner achtjährigen Schulzeit hatte er keine richtige Vorstellung davon, was er einmal lernen wollte. Am liebsten wäre er weiter in die Schule gegangen, was für ihn leider nicht möglich war.
Er konnte in einer Fabrik in Zug arbeiten und ist dann an dieser Zufallslösung für eine ganze Weile hängengeblieben. Im Laufe der Zeit wurde ihm bewusst, wie gerne er Geschichten schreiben wollte. Er hat sich weitergebildet und auch Leute kennengelernt, die ihn dabei unterstützten. Er entschied sich schliesslich, seinen Broterwerb aufzugeben und das Schreiben zum Lebensmittelpunkt machen. Beat Wild verwirklichte seinen Lebenstraum.