Für die Wandmalerei als architekturbezogene Kunst sind Fragen des Erhalts und der Entdeckung zwei der zentralen Themen, denen sich diese Ausgabe von k+a in ihrem Schwerpunkt widmet. Unsere Autorinnen und Autoren stellen Fragen zu überraschenden Neuentdeckungen, wie vergangenes Jahr in einem Altstadthaus in Zug, und blicken auf das Verschwinden baugebundener Werke und deren Platzierung in einem neuen Kontext. Werden die Kunstwerke in ein neues architektonisches Umfeld versetzt, beeinflusst das natürlich auch ihre Wirkung und Verständlichkeit, wie Alex Winiger in seinem Beitrag schreibt. Dabei rückt auch immer das Thema der Wertung und Bewertung der räumlichen Einheit und der Wechselwirkung mit der Umgebung in den Blick. Untrennbar damit verbunden sind Fragen nach der Umsetzung restauratorischer Ansprüche in der Praxis. So schildern Flavia Flückiger und Kathrin Harsch am Beispiel des Grand Hôtel Bella Tola, wie bei solchen komplexen Arbeiten die unterschiedlichsten Akteure und Vorstellungen unter einen Hut gebracht werden müssen – wie sowohl der Zustand des Objekts seiner Bedeutung entsprechen muss als auch die Vorstellungen der Eigentümer und die zukünftige Nutzung mitbedacht werden sollen und gleichzeitig die ethischen Grundsätze der Restaurierung und Denkmalpflege eingehalten werden können.
Denkmalpflege Le Grand Salon du château d’Hauteville Baugebundene Kunstwerke Riva San Vitale Polytechnikum Zuger Altstadthaus