'Von Jugend auf war mir die Beobachtung von Formen und Farben in der Natur nicht nur
eine Lieblingsbeschäftigung, sondern auch eine große Freude, besonders da, wo sich
Veränderungen an der Oberfläche der Dinge zeigten, regten mich diese Tatsachen zum
Nachforschen über die etwaigen Ursachen an.
Aus äußeren Erscheinungen das innere Wesen der Dinge zu erschließen, war schließlich meine tägliche Beschäftigung, soweit sich mir Zeit und Gelegenheit bot. Ich wählte daher die Malerei zu meinem Lebensberuf, um ganz philosophisch-künstlerischen Neigungen leben
zu können. Beobachten, Malen und Philosophieren wurde mein Lebensberuf.
Später vernachlässigte ich das Malen, weil ich fand, dass an dessen Stelle das Experimentieren noch mehr den starken Wissensdrang befriedigte. Die Physik, die Physiologie und
die Psychologie wurden danach meine Lieblingsgebiete, die mich weiterhin zu vielen
interessanten Entdeckungen und zur Begründung einer neuen Wissenschaft, der
Psychophysiognomik, führten.'
Carl Huter, 1904
Fritz Aerni
Brandt, Gottlieb Huter, Carl Psychologie Suggestion Psychophysiognomik Corvey, Bernhard Helioda Menschenkenntnis