Gerhard Polt fügt seinem subversiven Panorama der Gegenwart den Charakter des beschäftigten Privatiers und Zweitwohnungsbesitzers hinzu – so real, dass man ihn zu kennen glaubt und ihn zugleich gar nicht kennen möchte.
»Arnulf Schmitz-Zceisczyk mein Name, sehr erfreut. Ich bin schon lange hier. Ich wohn ja hier am Tegernsee. Wir sind hierhergekommen und da hat uns ein Bekannter aus München, ein Steuerberater, der hat mir gesagt, da gäbs ein Schnäppchen direkt am See. Und da waren so Bauersleutchen drin, aber ich muss Ihnen sagen, ich konnte dann das Ding, weil also finanziell waren die ja verzweifelt. Dann habe ich gesagt, na gut, ich bin so nett, ich geb ihnen das Geld. Sukzessive haben wir das Haus auf Vordermann gebracht. Ich war damals noch in Celle, dann in Göttingen, dann musste ich rüber nach West-Berlin - meine Frau hat gesagt, du bist ja immer unterwegs. Ich war immer ambulant. Sie müssen sich vorstellen, beruflich bin ich ja im Finanzwesen. Dann musste ich nach New York, wieder rüber, Südafrika, von Südafrika nach München und dann schnell zum Tegernsee wieder gucken, wie entwickeln sich die Sachen da.«
Gerhard Polt fügt seinem subversiven Panorama der Gegenwart den Charakter des beschäftigten Privatiers und Zweitwohnungsbesitzers hinzu – so real, dass man ihn zu kennen glaubt und ihn zugleich gar nicht kennen möchte.
Gerhard Polt
Gerhard Polt, geboren 1942 in München, aufgewachsen im Wallfahrtsort Altötting, studierte in Göteborg und München. Seit 1975 brilliert Polt als Kabarettist, Schauspieler, Poet und Philosoph auf deutschen und internationalen Bühnen. 2001 wurde er mit dem Bayerischen Staatspreis für Literatur (»Jean-Paul-Preis«) ausgezeichnet, 2019 folgte der Kulturelle Ehrenpreis der Landeshauptstadt München. Polt lebt und schreibt in Schliersee, München und Terracina. Sein Gesamtwerk ist bei Kein & Aber erschienen.
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»Meisterhaft beschreibt Polt, wie es klingt, wenn Profitstreben sich notdürftig als Zukunftsvision tarnt. [...] Polt-Sound pur.«
Linus Schöpfer, NZZ, 26.06.2022
Linus Schöpfer ()
»Feinzeichnung eines Zeitgenossen, den es in Groß- und Kleinausgabe gibt. Gerhard Polt hat ein besonderes Exemplar zu Papier gebracht.«
Bernd Siegmund, F.F. dabei, 22.06.2022
Bernd Siegmund ()
»Das Buch ist im typischen Polt-Ton verfasst.« (zu Dr. Arnulf Schmitz-Zceiszcyk)
Marius Leutenegger, LESEN, 13.06.2022
Marius Leutenegger ()
»Eine kurzweilig-amüsante Lektüre ist das, pointenreich und philosophisch, kauzig und klug.« (zu Ich muss nicht wohin, ich bin schon da)
Altmühl-Bote, 11.06.2022
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»Heiter unsympathisch.«
Kurier, 04.06.2022
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