Joseph Vogl Vogl Über das Zaudern

Über das Zaudern

von Joseph Vogl

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Beschreibung

In einem funkelnden Essay entwickelt Joseph Vogl nicht nur eine Theorie des Zauderns, sondern stellt ein veritables Zaudersystem vor, in dem die »Zauderfunktion« als kontrapunktischer Begleiter einer das Abendland prägenden Geschichte der Tat in Erscheinung tritt. Dies lässt sich über die »Orestie« und Schillers »Wallenstein« bis zu den Titanen des Zauderns im 19. und 20. Jahrhundert verfolgen – ob es nun Melvilles »Bartleby« ist oder Musils »Mann ohne Eigenschaften«.
Das Zaudern ist nicht etwa als simple Suspension des Handelns zu begreifen: Es markiert die Schwelle zwischen Handeln und Nichthandeln, an der sich ein Zwischenraum reiner schöpferischer Potenz und Kontingenz auftut. Es erweist sich als Methode der Komplikation, mittels derer sowohl historisches als auch diskursives Geschehen auf seinen Nullpunkt zurückgeführt und in seiner Setzungsgewalt revidiert werden kann. Als Welthaltung, als Geste der Infragestellung werden das Zaudern und seine Pause schließlich zum Stützpunkt, zum Operationsfeld des Diskurses selbst.


Autor*in

Joseph Vogl
Joseph Vogl ist Professor für Neuere deutsche Literatur, Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University, USA. Mit »Das Gespenst des Kapitals« (2011) hat Joseph Vogl  »einen heimlichen Bestseller geschrieben, der weit über die Feuilletons Aufsehen erregte« (DER SPIEGEL).

Themen in »Über das Zaudern«

Diskursgeschichte Entscheidung Franz Kafka Handlungstheorie Literaturwissenschaft Moderne Potentialität Sigmund Freud

Stimmen zu »Über das Zaudern«

»Das kleine Buch hält zwischen Nachdenken, Ratlosigkeit und Handeln so konzentriert die Schwebe, dass man es als exemplarisches Zaudern ansehen kann.« Elisabeth von Thadden, Die ZEIT


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»Joseph Vogl schreibt eine Ode an das Zaudern – die Schattenseite der Tat. Denn wer nicht innehält, tilgt die Möglichkeit, dass alles auch anders sein könnte.« Ines Kappert, taz


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»Beinahe alles, was Vogl schreibt, elektrisiert – wie jetzt sein kleiner Versuch übers richtige Denken.« Christian Geyer, FAZ


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»The small book poises with such concentration between reflection, perplexity and action that you could consider it to be an exemplary hesitation.« Die ZEIT


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»An ode to hesitation – the dark side of action. After all, those who never pause for a moment efface the possibility that everything could be different.« die tageszeitung


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»Almost everything Vogl writes is electrifying – just like this little essay on proper thinking.« Frankfurter Allgemeine Zeitung


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Details

ISBN: 9783035800876
Verlag: DIAPHANES
Erscheinung: 04.05.2018

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