Individuelles Wohnen in Berg und Tal
Das einfache Wohnhaus, ob individuell oder kollektiv genutzt, bietet besonders viel Spielraum für formale und konstruktive Experimente. In der Schweiz manifestiert sich dies in der Entwicklung vom typischen Chalet zu den viel beachteten Wohnbauten der architektonischen Avantgarde der 1920er und 30er Jahre – von Le Corbusier über Max Ernst Haefeli bis zu Otto Salvisberg. Der Band ' Neue Villen in der Schweiz ' zeigt, dass diese Entwicklung auch in der zeitgenössischen Architektur mit viel Ideenreichtum weitergeführt wird. Die 17 ausgewählten Einfamilien- häuser zeichnen sich durch Pragmatismus, konstruktive Präzision und technische Perfektion aus – und, so die Hypothese der Einleitung von Mercedes Daguerre, durch einen spezifisch schweizerischen Charakter zwischen Tradition und Moderne. Sowohl die Bauten aufstrebender junger Büros wie e2a eckert eckert als auch Villen etablierter Architekten wie Christian Kerez oder Renato Salvi illustrieren die Vielfalt der Herangehensweisen, die dennoch in verschiedenen landschaftlichen und urbanen Kontexten möglich wird.
Mercedes Daguerre
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