Drei Frauen, drei Kulturen und ein ganzes Jahrhundert Weltgeschichte. Hochaktuell und in eindringlicher Sprache schildert die Autorin Edith Leibundgut die Lebensgeschichten von Lisa, Rebecca und Mazuza. Die biografisch-historische Erzählung führt durch den Zweiten Weltkrieg und endet im heute brennenden Gaza.
Lisa, geboren 1926, arbeitet im Zweiten Weltkrieg als 18-Jährige in einer Munitionsfabrik und in einem Lazarett. Nach dem Krieg migriert sie mit diplomatischer Unterstützung Hals über Kopf in die Schweiz und dient fortan bei der Ministerfamilie Zehnder in Bern.
Das jüdische Mädchen Rebecca schlüpft im Alter von neun Jahren durch ein rostiges Loch aus einem Güterzug, der Richtung KZ Theresienstadt fährt. Sie erlangt die Freiheit und erreicht mit Hilfe der Haganah Palästina, wird in einem Kibbuz großgezogen, erlebt die Gründung Israels und wechselt aus Liebe zu Faruk, einem Studienfreund von Yasser Arafat, die Seite.
Rebeccas Tochter Mazuza wird 1968 im größten Flüchtlingslager von Gaza-Jabalia geboren. Mazuza steht als Mädchen und später als Frau mit drei eigenen Kindern mittendrin im jüdisch-palästinensischen Konflikt. Hin- und hergerissen zwischen drei Kulturen und drei Religionen erlebt sie sich als Deutsche, Jüdin und Muslimin zugleich.
Die Lebensgeschichten der drei Frauen und weiterer Figuren werden in diesem Werk durch Zufälle zusammengeführt und miteinander verknüpft. In ihrer authentischen Erzählung schenkt die Autorin den in der Geschichtsschreibung oft Vergessenen eine eigene Stimme und führt dabei gekonnt durch drei Kulturen und ein ganzes Jahrhundert Weltgeschichte.
Edith Leibundgut
Edith Leibundgut ist eine in Hamburg zur Autorin ausgebildete Schweizerin. Sie arbeitete während vieler Jahre als Pädagogin und Erwachsenenbildnerin und bekleidete führende Positionen in der Bundesverwaltung sowie in der Politik der Stadt Bern.
Seit einigen Jahren widmet sich die Autorin vornehmlich dem Schreiben. Ihr literarischer Fokus liegt auf gesellschaftlich relevanten Themen, die sie sowohl in belletristischer Form als auch in Sachbüchern behandelt.
Im aktuellen Werk verbindet die Autorin geschickt die Schicksale von Lisa, Rebecca und Mazuza mit sorgfältig recherchierten historischen Kontexten und spannt so einen fesselnden Bogen von den einstigen Kaiserreichen bis zu den gegenwärtig sich ausbreitenden Konflikten im Nahen Osten.
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