Karl Bürger Bürger Grafing Bahnhof – Ebersberg – Wasserburg Stadt

Grafing Bahnhof – Ebersberg – Wasserburg Stadt

von Karl Bürger

Von Bockerln zur S-Bahn. 120 Jahre Filzenexpress

EUR 15,00

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Beschreibung

Windungsreich verlief die Geschichte dieser Bahnverbindung. Ein kurzes Stück davon wurde zur S-Bahn, der Rest sollte stillgelegt werden und die Stichstrecke hinunter in die Wasserburger Altstadt ist abgebaut. Wie diese „dreigeteilte“ Bahn mit enormer Beharrlichkeit und viel Mühen zustandekam, wie sie sich im Betrieb behauptete und wie ihre Schienenbusse der geplanten Stillle-gung entgegenbrummten – das alles portraitiert diese Publikation umfassend und detailliert. Sie spannt den Bogen vom beschaulichen Betrieb mit ihren „Bockerln“ zur S-Bahn, vom Dampfbetrieb zur Dieseltraktion und zum Niedergang in den 1980ern. Die zahlreichen, in der Regel großfor-matigen Bilder bilden dabei eine kleine Hommage an die roten Schienenbusse, die drei Jahrzehnte den Betrieb auf der „Filzenexpress“-Strecke und auf der Wasserburger Altstadtbahn prägten. Minutiös zeichnet die Publikation die Geschichte der Bahn nach Wasserburg nach: Vom Wasserburger Wunschprojekt einer West-Ost-Strecke, die von München über die Innstadt nach Traun-stein verlaufen sollte, bis zu den Planungen zur Elektrifizierung der „Filzenexpress“-Strecke. Mit viel Ausdauer und Geschick verstanden es die Wasserburger, ihre Eisenbahnverbindung nach München zu erhalten – schrittweise, nachdem 1899 die Lokalbahn von Grafing Bahnhof nach Ebersberg in Betrieb gegangen war – nach einem heftigen Streit um Standort des Ebersberger Bahnhofs. Am 24. Dezember 1902 konnte die steile Stichstrecke hinunter nach Wasserburg eröffnet werden, doch es dauerte noch einmal drei Jahre, bis endlich auch die Verbindungsbahn nach Ebersberg zur Verfügung stand. Acht Jahrzehnte später schien das Kapitel Bahnan-schluss für Wasserburg wieder zu Ende zu gehen, als die Bundesbahndirektion München mit aller Vehemenz das Ziel verfolgte, die vermeintlich unrentable Nebenbahn Ebersberg – Wasserburg Bahnhof – Wasserburg Stadt stillzulegen. Zum Glück gelang dies der Bundesbahn vor ihrer Privatisierung nicht mehr, und die Regionali-sierung des Schienenpersonennahverkehrs rettete den „Filzenexpress“. Für die Stadtstrecke dagegen kam das Ende über Nacht, als am 2. März 1987 der Bahndamm durch eine Unterspülung weggebrochen war. Den Dammrutsch nahm die Bundesbahn zum sehr willkommenen Anlass, die Strecke auf kaltem Wege stillzulegen. Seit 2004 gehört der Stadt Wasserburg die nur noch rudimentär vorhandene Altstadtbahn. Längst ist sie ab-gebaut – aber nicht entwidmet.

Autor*in

Karl Bürger
Der Autor ist seit Jahrzehnten Eisenbahnaktivist. Seit 2013 hat er zehn Publikationen veröffentlicht, die elfte ist in Arbeit und erscheint im Herbst 2026: "München - Mühldorf - Freilassing. Vom Dornröschenschlaf zur ABS 38"

Themen in »Grafing Bahnhof – Ebersberg – Wasserburg Stadt«

Eisenbahngeschichte Zeitgeschichte Verkehrspolitik

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Details

ISBN: 9783000802409
Verlag: Bürger, Karl
Erscheinung: 01.02.2024

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