Andreas Wuttke und seine Band Deathtroja stecken mittendrin in der explodierenden Spät-80erJahre Metal-Szene und müssen sich gleichzeitig mit Themen auseinandersetzen, die alle Bands unabhängig vom Bekanntheitsgrad zu allen Zeiten beschäftigt haben:
das Besetzungskarussel, schwer überbrückbare musikalische Differenzen, das Lead-Singer-Symdrom, feste und lockere Beziehungen, unterschiedlich ausgeprägte Intellekte, die Künstlerseele, mieses Equipment, heruntergekommene Proberäume, Alkohol, Drogen und die Frage der definitiven Coverversion.
Songtexte schreiben is’ wie im Wald scheißen bildet demnach auch das Spannungsfeld zwischen den beiden Polen „sein Ding durchziehen“ und „Kompromisse eingehen“ ab.
Sprachlich und stilistisch sicherlich eine experimentelle Gradwanderung; wer sich aber durch den Wust aus Slang, Arbeitercode, Szenesprache und Wortneubildungen wühlt, wird nebenbei noch mit einer beinharten Lovestory belohnt.
Jochen Ruscheweyh
Bandstory Heavy Metal Lovestory Ruhrgebiet Slang Sozialrealismus