Der Frankfurter Kunstverein von 2015 bis 2020 unter der Leitung von Franziska Nori
The perception of things starts with a sensory experience. Humans experience and understand the world through their bodies and sensory organs, coming to form their interpretation of the world through imagination. Under the programmatic title “Perception is Reality”, this publication brings together nineteen exhibitions realized at Frankfurter Kunstverein by Director Franziska Nori between 2015 and 2020. The exhibitions examine themes at the intersection of art and science, and reflect on the transformation of both the individual and society through digital technology. Together they are united by an exploratory quest for higher-order understanding of the world and existence through art.
Franziska Nori
Franziska Nori leitet seit November 2014 den Frankfurter Kunstverein, für den sie Ausstellungen mit zeitgenössischen KünstlerInnen kuratiert. Mit einem Schwerpunkt auf Kunst und Wissenschaft konzipiert sie Ausstellungen zu digitalen Themen wie die veränderte menschliche Wahrnehmung in virtuellen Welten oder die Perspektive von lernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Auch das sich wandelnde Selbstverständnis des Menschen zu Natur und Mitlebewesen stellt sie mit ihrer Arbeit immer wieder öffentlich zur Debatte . Am denkmalgeschützten Gebäude des Frankfurter Kunstvereins hat sie großformatige temporäre Außenskulpturen realisiert.
Von 2007 bis 2014 war sie als Direktorin des Centro di Cultura Contemporanea Strozzina am Palazzo Strozzi in Florenz tätig. Zu ihren wichtigsten hier realisierten Projekten zählen thematische Ausstellungen zu aktuellen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen wie „Family Matters“ (2014), „Unstable Territories“ (2013), „Francis Bacon and the existential Condition in contemporary art“ (2013), „An Idea of Beauty (2013), Declining Democracy“ (2012), „Virtual Identities“ (2011) und „Manipulating Reality“ (2009) oder auch die ortsspezifische Installationen im Innenhof des Palazzo der Künstler Tadashi Kawamata (2013), Michelangelo Pistoletto (2011) oder Yves Netzhammer (2009). Zuvor leitete Nori von 2000 bis 2003 die Abteilung digitaler Kunst am Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, für das sie die weltweit erste museale Sammlung digitaler Artefakte ins Leben rief. Nach dem Studium der Romanistik, Kunstgeschichte und Kulturanthropologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt arbeitete die Deutsch-Italienerin als freie Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst unter anderem an der Schirn Kunsthalle Frankfurt, am Museum für Moderne Kunst Stiftung Ludwig in Wien, am Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, der Fundación la Caixa in Palma de Mallorca, an der Brown University, für das Transmediale Festival, am Museum für zeitgenössische Kunst Belgrad. Nori ist seit 2011 Professorin für Museologie und kuratoriale Praktiken zeitgenössischer Kunst an der Marist University Lorenzo de Medici, Florenz, Italien. Sie hat zahlreiche Aufsätze und Kataloge zur Kunst der Gegenwart veröffentlicht.
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