Das Buch handelt von der Mutation des menschlichen Bewusstseins zum integralen Bewusstsein. Die Mutation setzte verstärkt ein, nachdem Einstein 1905 seine erste Relativitätstheorie veröffentlicht hatte, und entfaltet sich seitdem unspektakulär. „Da das Positive, das Aufbauende, sich stiller vollzieht als der Radau, den das in sich Zusammenstürzende macht, werden diese Gegenströmungen leicht überhört in einer Welt der Götterdämmerung und einer gewissen Lust am Untergang.“. Das pflegte Jean Gebser zu sagen. Er hat die Mutationen des Bewusstseins entdeckt und erforscht.
Wo stehen wir heute in diesem Prozess? Warum ist die Frage für uns wichtig? – Wenn das Positive sich still vollzieht, dann sind die Spuren, die es hinterlässt, lautlos. Wer sie wahrgenommen hat, lässt sich vom Lärm der Götterdämmerung nicht mehr betäuben. Die Spurensuche bei den großen Amerikanern der Nachkriegszeit – James B. Donovan, John F. Kennedy und Barack Obama – hat außerordentliche Ergebnisse zutage gefördert. Im nächsten Band werden die großen Russen Sacharow, Chruschtschow und Gorbatschow untersucht.
Für historisch, politisch und philosophisch interessierte Leser enthält der erste Band eine ausführliche Beschreibung von "Ursprung und Gegenwart", dem Hauptwerk des deutschen Kulturphilosophen Jean Gebser. Er hatte nach abenteuerlichen Reisen durch Südfrankreich, Andorra und Spanien 1939 Aufnahme in der Schweiz gefunden, wo er am 14. Mai 1973 starb.
Die Leser sollten sich von Begriffen wie integrales Bewusstsein, Arationalität, Akausalität, Aperspektivität nicht abschrecken lassen und ein Verständnis der Wissenschaften und Künste haben. Die Anwendung solcher Begriffe auf die Politik ist neu. Das wird bei manchen Philosophen, Historikern und Politikern Anstoß erregen. Es widerspricht vielem, was sie gelernt haben. Wer auf der Suche nach neuen Gedankenwegen ist, wird reichen Gewinn haben. Voraussetzung ist freilich, dass die Leser bei aller Liebe zum Buch mit gutem Papier, gutem Druck und festen Einband mit E-Books umgehen können.
Hans Werner Körtgen
Hans Werner Körtgen, Jahrgang 1947, hat in einem katholischen Studienorden die vorgeschrieben Prüfungen in Theologie, Philosophie und Sozialwissenschaften abgelegt, wurde Bergmann, gründete ein Bildungswerk für benachteiligte Jugendliche, wandte sich der Informationstechnik zu, wo er 25 Jahre als freiberuflicher System- und Datenbankadministrator im Auftrag von Banken, öffentlichen Unternehmen und IT-Konzernen gearbeitet hat. Im Ruhestand widmete er sich der Relation zwischen Informationstechnik und Politik. Daraus sind zahlreiche Essays, Blogs und dieses Buch entstanden.
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