Zehn Emotionen – eine Annäherung an Langeweile, Abscheu, Traurigkeit, Schmerz, Angst, Hast, Aggression, Geborgenheit, Freude und Gleichmut. Die Frage nach dem Verstehen dieser verschiedenen Emotionen bedingt grundsätzlich verschiedene Forschungszugänge aus Sicht der Psychologie und der Kunst. Psychologische Wissenschaft stützt sich auf die Theorien und prüft Hypothesen, um objektive Ergebnisse zu erhalten und verallgemeinerbare Aussagen treffen zu können. Das künstlerische Vorgehen dagegen entwickelt höchste Präzision in der Wahrnehmung und Analyse subjektiver Eindrücke, Gedanken und Empfindungen in einem Prozess der Interaktion von introspektiver Wahrnehmung und der Materialisierung in einer Form als Bild, Film, Komposition oder Skulptur. Diese Hinwendung schafft die Grundvoraussetzung für einen Erforschungs- und Verstehensprozess im gleichzeitigen zur Visualisierung oder Form bringen. Aus diesem Prozess entstanden zehn künstlerische Videofilme, die sich dem Wesen der jeweiligen erforschten Emotion annähern sowie Texte, die die daraus gewonnen Einsichten zur Sprache bringen. Die Videoedition bestehend aus zehn Filmen auf DVD ist Bestandteil des Werkes, dessen Ziel es ist, dem Diskurs zwischen Wissenschaft und Kunst eine neue Facette hinzuzufügen und die entstandenen künstlerischen Arbeiten wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Verfügung zu stellen.
Anke Zeißig
2009-2015 Technische Universität Dresden, Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie, Diplom
2000-2002 Postgraduiertenstudium in der Meisterklasse bei Professor Ulrike Grossarth, Meisterschülerabschluss
1995–2000 Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachrichtung Bildhauerei und Andere Bildnerische Medien, Diplomabschluss
Auszeichnungen
2001 Sächsisches Landesstipendium
2002 Kunstpreis Hegenbarth-Stipendium
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