Es ist Abend und der helle Mond leuchtet am dunklen Sternenhimmel. Manchmal verdecken Wolken die Sicht, sodass er ganz geheimnisvoll ausschaut. Wenn du den Mond betrachtest, sieht es aus, als hätte er ein Gesicht. Man ahnt Augen, Nase und Mund. Inzwischen weiß man, dass die Flecken
Gebirge und Ebenen sind, die vor Milliarden Jahren entstanden. Krater bildeten sich, als unzählige Meteoriten auf den Mond stürzten. Unser Wanderer am Himmel, der immerfort die gute, alte Erde umkreist, ist ein wandelbarer Geselle. Sein fahles Licht erscheint uns als Scheibe, Sichel oder schön rund als Vollmond. Seit jeher hat sich unser Begleiter, der Mond, auch in der Alltagssprache verewigt. So will ein wütender Mensch schon mal jemanden „auf den Mond schicken“, ihn so weit wie möglich
fort wünschen. Man sagt auch von manchen Leuten, sie leben hinter dem Mond, wenn sie nicht die geringste Ahnung von den neuesten Ereignissen des Alltags und der Weltgeschichte haben. Sagt man zu dir, du musst in den Mond gucken, hast du das Nachsehen und gehst leer aus. Manchmal kann auch die Uhr nach dem Mond gehen, dann sollte sie aufgezogen oder die Batterie gewechselt werden. Auch im Wort Monat ist der Mond zu Hause.
Lieder:
Bekränzt mit Laub (Reinweinlied)
Blühe, liebes Veilchen (Der Knabe an ein Veilchen)
Brich nur, brich, du armes Herz (Lied eines Unglücklichen)
Das Blumenmädchen
Der Frühling ist gekommen
Der Mond ist aufgegangen
Der Sternlein Heer am Himmel blinkt (Der Abendbesuch)
Der Winter hat mit kalter Hand (Winterlied)
Des Jahres letzte Stunde (Neujahrslied)
Des Lebens Tag ist schwer und schwül
Es ist ein Mädel (Vaterfreuden)
Her kommer, Jesu
Hurre, hurre, hurre (Spinnerlied)
Ich ging im Mondenschimmer
Ich ging in Gedanken
Ich habe gar liebliche Sträußchen feil
Ich war erst sechzehn Sommer alt (Phidele)
Ihr Kinderlein kommet
Jeg ved hvor
Klipp und klapp (Dröscherlied)
Komm, Liebchen (Einladung)
Lieblicher Knab‘ (Wiegenlied)
Mädchen, nehmt die Eimer schnell (Das Milchmädchen)
Mädel, schau mir ins Gesicht (Liebeszauber)
Min Doktor
O der schöne Maienmond
Sagt mir an, was schmunzelt ihr (Reigen)
Schlaf, Kindlein schlafe sanft und süß (Wiegenlied)
Schlaf, süßer Knabe (Die Mutter bei der Wiege)
Schlummre Bübchen (Wiegenlied)
Seht den Himmel, wie heiter!
Süße, heilige Natur (An die Natur)
Wie reizend, wie wonnig (Der Morgen im Lenze)
Willkommen im Grünen
Willkommen, lieber schöner Mai
Wir zieh’n nun unsern Zahn heraus (Das Zahnlied)
Walzer für mein Minchen
Ecossaise
Der Mond ist aufgegangen Johann Abraham Peter Schulz Liedermann des Volkes Lüneburg Materialsammlung Schwedt Unterrichtshilfe